Umweltschutz Wasserversorger droht Tesla mit Lieferstopp

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

Der Autohersteller überschreitet wiederholt vorgegebene Grenzwerte für das Abwasser. Weil der Wasserversorger Gegenmaßnahmen vermisst, steht ein Lieferstopp im Raum.

Tesla hat Ärger mit dem Wasserversorger für sein Werk in Grünheide. Die Abwässer seien wiederholt zu stark verschmutzt, lautet der Vorwurf.(Bild:  Tesla)
Tesla hat Ärger mit dem Wasserversorger für sein Werk in Grünheide. Die Abwässer seien wiederholt zu stark verschmutzt, lautet der Vorwurf.
(Bild: Tesla)

Der Autobauer Tesla überschreitet in Grünheide dem Wasserverband Strausberg-Erkner (WSE) zufolge „ständig und in erheblicher Weise“ zulässige Abwassergrenzwerte. Das betreffe die Werte für refraktären Phosphor sowie für Gesamtstickstoff, wie aus einer WSE-Beschlussvorlage hervorgeht, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Zuvor hatte der „Stern“ berichtet. „Mehrere Aufforderungen und Abmahnungen blieben ergebnislos“, heißt es in dem Papier. „Eine Abhilfe wurde für die Zukunft weder angegangen noch in Aussicht gestellt.“

Der WSE will bei einer außerordentlichen Verbandsversammlung Anfang März beraten, ob er die Abwasserentsorgung bei Tesla einstellen wird. Andernfalls drohten dem Verband Mehrbelastungen in Millionenhöhe. Zudem könnte es zu einem Entsorgungsstopp für sämtliche Verbandsabwässer in der Kläranlage Münchehofe kommen.

Tesla: „Entsorgen typisches kommunales Abwasser“

Der Autobauer betonte, dass er bisher weder über die außerordentliche Versammlung noch über den entsprechenden Tagesordnungspunkt informiert worden sei. Tesla verweist auf eigene Abwasseraufbereitungsanlagen zur vollständigen Rückgewinnung von Prozessabwasser. „Im Wesentlichen fallen noch Abwässer aus dem Betrieb der sanitären Anlagen und Küchen an“, hieß es. „Mit dem Wegfall des industriellen Abwassers setzt sich das einzuleitende Abwasser der Gigafactory im Ergebnis wie ein typisches kommunales Abwasser zusammen.“

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