Batterien Toyota Chemical Engineering entwickelt Recyclingmethode

Von Lina Demmel 2 min Lesedauer

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Toyota Chemical Engineering hat eine neue Recyclingmethode für Hochvoltbatterien entwickelt. Diese kommt ohne den Verbrennungsprozess aus, wodurch CO2-Emissionen reduziert und mehr Rohstoffe wiederverwendet werden können.

Toyota Chemical Engineering hat eine neue Recyclingmethode für Hochvoltbatterien entwickelt.(Bild:  Toyota)
Toyota Chemical Engineering hat eine neue Recyclingmethode für Hochvoltbatterien entwickelt.
(Bild: Toyota)

Toyota Chemical Engineering, ein Unternehmen für industrielle Abfallverarbeitung, hat eine neue Recycling-Technologie für Hochvoltbatterien entwickelt. Laut Unternehmensangabe lassen sich auf diese Weise CO2-Emissionen im Recyclingprozess reduzieren und mehr Rohstoffe wiederverwenden.

Angesichts des steigenden Bedarfs an seltenen Metallen wie Kobalt und Lithium für Elektrofahrzeuge gewinne Batterierecycling zunehmend an Bedeutung, schreibt das Unternehmen in einer Mitteilung. In Europa werde zudem ab 2031 ein verpflichtender Anteil an recycelten Materialien in neuen Batterien vorgeschrieben. Bei konventionellen Recyclingmethoden werden Altbatterien zunächst in einer Verbrennungsanlage verarbeitet, bevor anschließend die seltenen Metalle gesammelt und weiterverarbeitet werden. Durch den Verbrennungsprozess gehe jedoch ein Teil der verwertbaren Materialien verloren, zusätzlich entstehen große Mengen an CO2. Um diese zu senken, können mit der neuen Methode Batterien ohne vorherige Verbrennung recycelt werden.

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Destillation und Extraktion von Elektrolytflüssigkeit

Gemeinsam mit Toyota hat Toyota Chemical Engineering bereits im Jahr 2010 die erste Recyclingtechnologie für Nickel-Metallhydrid-Akkus entwickelt. Bisher nutzte man die herkömmliche Verbrennungsmethode. Seit Herbst 2023 forscht das Unternehmen an einer neuen Technik. Diese setzt auf die Destillation und Extraktion der entzündlichen Elektrolytflüssigkeit, bevor die Batteriezellen mechanisch zerkleinert, sortiert und weiterverwertet werden. Bei den zurückgewonnenen Teilen handelt es sich um große aluminium- oder eisenhaltige Stücke oder um sogenannte „schwarze Masse“ – ein Pulver, das verschiedene seltene Metalle enthält. Bei Partnerunternehmen werden die Rohstoffe anschließend für die erneute Batterieproduktion weiterverarbeitet.

Die Implementierung solcher neuen Prozesse bedeute auch hohe Investitionskosten, heißt es in der Mitteilung. Entscheidend sei es, den Lebenszyklus eines Autos ganzheitlich zu betrachten. Als Beispiel wird KINTO genannt, Toyotas Marke für Mobilitätsdienstleistungen: Da Toyota die Fahrzeuge hier selbst verwaltet, ist es leichter, die Wiederverwertung sicherzustellen und die Teile und Materialien zu recyceln. Außerdem habe man ständigen Kontakt zu Kunden, was neue Möglichkeiten für zusätzliche Leistungen eröffne. Insgesamt, so das Fazit, trage eine umfassendere Kreislaufwirtschaft sowohl zu geringeren CO2-Emissionen als auch zu neuen Geschäftsmöglichkeiten bei.

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