Analyse Europäische Zulieferer: Eine Ära geht zu Ende

Von Jan Dannenberg, Alexander Timmer* 4 min Lesedauer

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Die Landschaft der Automobilzulieferer hat sich in den vergangenen 25 Jahren stark verändert. Die Gewinner kommen allesamt aus Asien. Die weltweite Nummer Eins wird bis 2040 aus China sein.

Bis 2040 wird der Umsatz der weltweiten Automobilzulieferindustrie auf jährlich etwa 3,0 Billionen Euro anwachsen – zwei Drittel davon werden asiatische Unternehmen erzielen.(Bild:  sizsus - stock.adobe.com / [M] / KI-generiert)
Bis 2040 wird der Umsatz der weltweiten Automobilzulieferindustrie auf jährlich etwa 3,0 Billionen Euro anwachsen – zwei Drittel davon werden asiatische Unternehmen erzielen.
(Bild: sizsus - stock.adobe.com / [M] / KI-generiert)

Kaum eine Industrie steht stellvertretend so für den Aufstieg einer Wirtschaftsmacht wie die Automobilbranche in Deutschland und Europa. Im Zentrum dieser Mobilitätsindustrie befinden sich die Automobilzulieferer: mit zwei Drittel der Wertschöpfung am Auto und einem globalen Umsatz von etwa 1,9 Billionen Euro ist die Automobilzulieferindustrie weltweit Arbeitgeber für Millionen von Menschen. Seit Jahrzehnten war sie der Wachstumsmotor Europas und steht stellvertretend für Wohlstand und wirtschaftliche Sicherheit.

Innovationsmotor der Branche

Dabei wurde die Zulieferindustrie von permanenter Veränderung geprägt. Markteinbrüche während der Öl-, Finanz- und Coronakrise haben zu heftigen Umsatz- und Gewinnrückgängen geführt sowie zu zahlreichen Insolvenzwellen. Durch die Öffnung des Eisernen Vorhanges und die Globalisierung wurden neue Absatzmärkte erschlossen und tausende neuer Produktionsstätten errichtet.