Zollkonflikt Trump will Autoimporte um 25 Prozent verteuern

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Der US-Präsident legt weiter die Säge an den freien globalen Warenverkehr. Nun stehen Zölle auf Neuwagenimporte von 25 Prozent im Raum. Das Ziel ist mehr Produktion im Inland.

US-Präsident Donald Trump will weiterhin die Zölle erhöhen, nicht zuletzt auf Neuwagen.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
US-Präsident Donald Trump will weiterhin die Zölle erhöhen, nicht zuletzt auf Neuwagen.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

US-Präsident Donald Trump hat Zölle in Höhe von 25 Prozent auf den Import von Autos in die USA in Aussicht gestellt. „Sie werden in der Nähe von 25 Prozent liegen“, sagte Trump auf eine entsprechende Frage bei einer Pressekonferenz in seinem Anwesen Mar-a-Lago im US-Bundesstaat Florida. Er wolle sich am 2. April konkreter dazu äußern. Zölle würden nicht anfallen, wenn Unternehmen in den USA produzierten, so der Republikaner weiter.

Trump wurde auch nach Zöllen auf Arzneimittel gefragt und äußerte sich ähnlich. Offen blieb, ob Trump nur über die Einfuhren aus bestimmten Weltregionen sprach.

Bisher hat die US-Regierung zusätzliche Zölle von zehn Prozent auf chinesische Waren umgesetzt. Zölle von 25 Prozent auf Importe von Aluminium und Stahl wurden für März angekündigt, Zölle in gleicher Höhe gegen Mexiko und Kanada stehen im Raum. Zudem hat Trump jüngst eine Anordnung unterschrieben, wonach überall dort Zölle angehoben werden sollen, wo die USA derzeit weniger verlangen als ihre Handelspartner.

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck warnte in einer ersten Reaktion vor einer „Zollspirale“ mit den USA. Der Grünen-Politiker sagte, es sei wichtig, dass sich die Europäische Kommission in enger Abstimmung mit Deutschland und den anderen Mitgliedstaaten dafür einsetze, dass die Zölle nicht kommen. „Wir müssen hier mit geradem Rücken mit den USA verhandeln“, sagte er. Es müsse aber auch klar sein: „Wenn es nicht gelingt, die Zölle durch Verhandlungen abzuwenden, dann ist die EU vorbereitet, und wir werden reagieren. Die EU wird sich nicht rumschubsen lassen.“

Der Verband der Automobilindustrie (VDA) verwies auf ein bereits großes Engagement von deutschen Herstellern und Zulieferern in den USA mit insgesamt 138.000 Mitarbeitern. Im Jahr 2023 hätten die deutschen Hersteller in den USA über 900.000 Fahrzeuge gefertigt und damit so viele wie nie zuvor. „Zölle als Verhandlungsinstrument sind das falsche Mittel“, argumentiert VDA-Präsidentin Hildegard Müller. „Wenn auf Zölle mit Gegenzöllen oder anderen Maßnahmen reagiert wird, kommt eine Spirale in Gang, die insbesondere auch dazu führt, dass die Verbraucher am Ende mehr bezahlen müssen.“

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