Studie Bidirektionales Laden schadet E-Auto-Akku kaum

Von sp-x 1 min Lesedauer

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Bidirektionales Laden (V2G) lässt die Autobatterie schneller altern. Doch die Effekte sind vernachlässigbar angesichts der Einsparpotenziale. Wer die heben will, muss allerdings investieren.

V2G-Laden kann den Alterungsprozess einer E-Auto-Batterie zwar beschleunigen, doch der Nutzen dieser Technik ist groß.(Bild:  Amperfied)
V2G-Laden kann den Alterungsprozess einer E-Auto-Batterie zwar beschleunigen, doch der Nutzen dieser Technik ist groß.
(Bild: Amperfied)

Vehicle-to-Grid (V2G) ermöglicht es Elektroauto-Besitzern, hohe Zusatzerlöse zu erzielen, während der Batterieverschleiß nur moderat ausfällt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von The Mobility House und der RWTH Aachen. Demnach liegt der zusätzliche Kapazitätsverlust nach zehn Jahren V2G-Nutzung je nach Zelltyp bei lediglich 0,9 bis 3,1 kWh, was etwa sechs bis 19 Kilometer Reichweite entspricht. Gleichzeitig sind jährliche Erlöse von über 600 Euro möglich.

Verglichen wurden drei Ladearten: sofortiges Laden, intelligentes einseitiges Laden und V2G. Intelligentes Laden reduziert die Zellalterung um bis zu 6,8 Prozentpunkte und kann helfen, jährlich 200 bis 400 Euro bei den Stromkosten einzusparen. Höhere Einsparpotenziale lassen sich im Vergleich zum sofortigen Laden mit V2G erzielen, wobei die Zusatzalterung der Batterie auch auf lange Sicht geringfügig ausfällt.

Hohe Investitionen notwendig

V2G könnte somit hohe Einsparpotenziale bieten. Allerdings verschweigt die Studie die hohen Einstiegskosten für das bidirektionale Laden. Fahrzeuge und Infrastruktur müssen technisch vorbereitet sein, was dem einzelnen E-Autonutzer mehrere tausend bis zehntausend Euro kosten kann. Eine kurzfristige Amortisation ist daher unrealistisch. RWTH-Professor Dirk Uwe Sauer betont dennoch, dass V2G ein „Game Changer“ für die Elektromobilität sein könne – vorausgesetzt, die passenden politischen und regulatorischen Rahmenbedingungen folgten.

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