Prognose VDA rechnet erneut mit weniger Neuzulassungen

Quelle: dpa

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Zum dritten Mal innerhalb weniger Monate korrigiert der Branchenverband seine Prognose nach unten. Laut VDA macht sich allmählich die zurückhaltende Konsumstimmung bemerkbar.

Der VDA rechnet erneut mit weniger Neuzulassungen – nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa und in den USA.
Der VDA rechnet erneut mit weniger Neuzulassungen – nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa und in den USA.
(Bild: Grimm/»kfz-betrieb«)

Monatelang haben Lieferprobleme bei Halbleitern der Autobranche zu schaffen gemacht, nun schwächelt auch die Nachfrage: Die Industrie hat ihre Absatzerwartungen für das laufende Jahr deshalb erneut nach unten korrigiert.

Inzwischen geht der Verband der Automobilindustrie (VDA) für 2022 nur noch von 2,5 Millionen Neuzulassungen in Deutschland aus. Das wäre ein Rückgang von sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Es ist bereits das dritte Mal innerhalb weniger Monate, dass der Verband seine Erwartungen nach unten anpasst. Zuletzt hatte der VDA noch mit 2,7 Millionen Neufahrzeugen gerechnet.

Prognose für Europa und USA ebenfalls gesenkt

Die Lieferengpässe bei Bauteilen hätten sich inzwischen etwas verbessert, hieß es. Doch allmählich mache sich die zurückhaltende Konsumstimmung der Verbraucher bemerkbar. Auch für den europäischen sowie für den US-amerikanischen Markt hat der VDA seine Absatzprognosen deutlich nach unten korrigiert.

Einzig der chinesische Markt erholt sich allmählich wieder von den langen und weitreichenden Corona-Beschränkungen im eigenen Land. Der Verband rechnet dort mit einem Neuzulassungswachstum von neun Prozent auf 23 Millionen Fahrzeuge. Das wären fast so viele neue Autos wie in Europa und den USA zusammen in diesem Jahr neu auf die Straße kommen sollen. Das weltweite Absatzniveau bei Neuwagen verändert sich somit kaum, es verlagert sich nur in andere Regionen.

Die Absatzschwäche auf den Heimatmärkten trifft laut VDA besonders die Zulieferer, deren Produktion häufig energieintensiv sei und die deshalb stärker als die Hersteller unter den gestiegenen Energiekosten ächzten - zumal sie diese nicht immer an ihre Endkunden weitergeben könnten.

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