Infrastruktur Volkswagen beginnt mit Energiehandel

Von Thomas Günnel 1 min Lesedauer

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Volkswagen hat mit dem aktiven Energiehandel begonnen. VW-Chef Blume sieht Wachstumschancen.

Die Volkswagen Group Charging, Elli, hat ihren ersten Stromspeicher ans Netz gebracht.(Bild:  Elli)
Die Volkswagen Group Charging, Elli, hat ihren ersten Stromspeicher ans Netz gebracht.
(Bild: Elli)

Volkswagen startet sein Geschäftsmodell mit stationärer Energieinfrastruktur. Das Tochterunternehmen Elli hat in Salzgitter den ersten Großspeicher an das Stromnetz angeschlossen. Der Speicher leistet rund 20 Megawatt und hat eine Kapazität von 40 Megawattstunden. Elli steigt damit offiziell in den Energiespeicher- und Energiehandelsmarkt ein. Parallel beginnt das Unternehmen mit Leistungstests für den Handel an der europäischen Strombörse EPEX.

Das Projekt gehört zur E-Mobilitätsstrategie des Volkswagen-Konzerns. „Der Hochlauf der Elektromobilität erfordert nicht nur Fahrzeuge und Batterien, sondern auch eine stabile, flexible und marktfähige Energieinfrastruktur“, teilt Volkswagen mit. Weitere Speicherprojekte plant der Autohersteller demnach. Laut VW-Chef Oliver Blume sind „Energiespeicher und Energiehandel ein neues strategisches Geschäftsfeld mit Wachstumschancen“ für den Autohersteller.

Speicher basieren auf der Einheitszelle

Die technische Basis bilden Akkus der konzerneigenen Batterietochter Powerco. Der Geschäftsbereich Energy Storage Solutions entwickelt und produziert die industriellen Großspeicher. Zum Einsatz kommt dabei die Einheitszelle des Unternehmens. In Salzgitter führt Volkswagen alle Themen zur E-Mobilität zusammen: Zellfertigung, stationäre Speicher, und die marktbasierte Vermarktung der Energie.

Vom Ladeanbieter zum Energieunternehmen

Das virtuelle Kraftwerk in Salzgitter ist in 13 Speichercontainer integriert. Ein Team bei Elli handelt und optimiert die Anlagen rund um die Uhr algorithmisch und mit eigenem Marktzugang. Das Unternehmen ist damit erstmals aktiver Speicherbetreiber im europäischen Energiemarkt.

„Das ist der Auftakt für unser Managed Battery Network: eine Plattform, die Großspeicher, perspektivisch Fahrzeugbatterien und weitere Assets intelligent verknüpft“, beschreibt Elli-Chef Giovanni Palazzo die Pläne. Aus dem Ladeanbieter soll demnach ein Energieunternehmen werden. Aktuell bietet das Unternehmen nach eigenen Angaben Zugang zu über einer Million Ladepunkten in 28 europäischen Ländern.

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