Elektroauto Dauertest VW ID 3: Aus der Akku-Garantie raus

Von Thomas Günnel 2 min Lesedauer

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Seit vier Jahren testet der ADAC einen VW ID 3. Jetzt stehen über 160.000 Kilometer auf dem Zähler – und die Garantie für den Akku endet. Und nun?

Der ADAC testet seit mehreren Jahren einen Volkswagen ID 3.(Bild:  ADAC/Matthias Vogt)
Der ADAC testet seit mehreren Jahren einen Volkswagen ID 3.
(Bild: ADAC/Matthias Vogt)

Der ADAC prüft einen Volkswagen ID 3 im Dauertest. Das Auto hat laut einer Mitteilung vor Kurzem die Kilometergrenze erreicht, bis zu der VW Garantie auf die Akkuleistung gibt. Einige andere Autohersteller handhaben das ähnlich: Die Garantie endet bei 160.000 Kilometern oder nach acht Jahren – je nachdem, was zuerst eintritt. Der State-of-Health, also der Zustand der Batterie, dürfte für die meisten Nutzer das interessanteste Kriterium sein. Der Wert gibt an, wie viel Prozent der ursprünglichen Batteriekapazität noch verfügbar sind. Je nach Messverfahren variiert dieser Wert um wenige Prozentpunkte. Deshalb hat der ADAC neben eigenen Messungen eine Analyse des Anbieters Aviloo in die Bewertung einbezogen.

So gut ist der Akku nach 160.000 Kilometern

Das Ergebnis: Der durchschnittliche Wert liegt bei rund 91 Prozent. Volkswagen verspricht bei der Laufleistung noch mindestens 70 Prozent. Der ADAC erwähnt in der Mitteilung, „dass der Akku im Dauertestalltag nicht sonderlich pfleglich behandelt wird: Er wird regelmäßig auf 100 Prozent geladen, was die Zellen auf eine Belastungsprobe stellt“. Zudem wurde das Auto an einer hauseigenen Schnellladesäule häufiger schnell-geladen als das private Nutzer tun würden.

Die Reichweite ist laut der Tester annähernd gleich geblieben, trotz abnehmender Batteriekapazität. „Möglich ist das, da regelmäßige Softwareupdates das Fahrzeug effizienter gemacht haben“, schreibt der ADAC. Bei der ersten Messung im Ecotest nach rund 7.000 gefahrenen Kilometern verbrauchte das Auto 20 Kilowattstunden pro 100 Kilometer. Inzwischen sind es 18,3 kWh/100 km. Verbesserungsbedarf sehen die Tester bei der Batteriekonditionierung: Zwar verfügt der ID 3 über eine Batterieheizung, der Fahrer kann diese aber nicht selbst ein- und ausschalten. Bei niedrigen Temperaturen könne das längere Ladepausen nach sich ziehen. Neuere Modelle des Herstellers mit höherem Software-Stand verfügen laut der Tester über diese Funktion.

Wartungskosten und Reparaturen am ID 3

Zur Wartung musste das Auto bislang nur zweimal. Die erste kostete rund 500 Euro, die zweite 427 Euro. Hinzu kamen 198 Euro für den Service an der CO2-Klimaanlage. Abgesehen vom guten Batteriezustand gab es laut Mitteilung einige notwendige Reparaturen. Eine defekte GPS-Antenne verursachte Kosten in Höhe von 525 Euro. Bei 158.000 Kilometern blieb das Auto kurzzeitig stehen, weil ein Fehler der automatischen Türöffnung einen Start verhinderte. Dieses Problem wurde erst mittels eines Softwareupdates behoben. Ein Defekt an der Ladeklappe kostete 227 Euro.

Der ADAC will den Test laut Mitteilung fortsetzen – „um den Akku nach Ablauf der Garantie weiter zu beobachten und mögliche unvorhergesehene Reparaturen zu dokumentieren“.

Den vollständigen Testbericht lesen.

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