E-Mobilität Volkswagen: Neues Kompetenz-Center Großguss in Kassel

Von Lina Demmel 2 min Lesedauer

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Die Komponenten-Sparte von VW eröffnet in Kassel ein Kompetenz-Center Großguss. Dieses soll neue Strukturbauteile für E-Autos mitentwickeln.

Eröffnung des Kompetenz-Centers Großguss in Kassel. Von links: Gunnar Kilian (Personalvorstand), Thomas Schäfer (CEO der Marke Volkswagen Pkw), Thomas Schmall (CEO der Volkswagen Group Components), Daniela Cavallo (Gesamt- und Konzernbetriebsratsvorsitzende), Jörg Fenstermann (Werkleiter Kassel), Mirco Wöllenstein (Leiter Gießerei Kassel) und Carsten Büchling (Betriebsratsvorsitzender Kassel). (Bild:  Kai-Uwe Knoth)
Eröffnung des Kompetenz-Centers Großguss in Kassel. Von links: Gunnar Kilian (Personalvorstand), Thomas Schäfer (CEO der Marke Volkswagen Pkw), Thomas Schmall (CEO der Volkswagen Group Components), Daniela Cavallo (Gesamt- und Konzernbetriebsratsvorsitzende), Jörg Fenstermann (Werkleiter Kassel), Mirco Wöllenstein (Leiter Gießerei Kassel) und Carsten Büchling (Betriebsratsvorsitzender Kassel).
(Bild: Kai-Uwe Knoth)

Der Volkswagen Group Components Standort in Kassel eröffnete auf dem Standortsymposium ein Kompetenz-Center Großguss. Dort sollen Produktionsverfahren für großformatige Bauteile entwickelt werden. Für Strukturkomponenten sei der Großguss eine Schlüsseltechnik, heißt es in einer Mitteilung.

Als Beispiele nennt das Unternehmen einen Hinterwagen sowie ein Hochvolt-Batterie-Gehäuse für die künftigen elektrischen Modelle des VW-Konzerns. Das Batteriegehäuse bestand bisher aus 122 Einzelteilen, die hauptsächlich aus Strangpressprofilen gefertigt wurden. Nun werde es aus einem Guss erzeugt. Das Gussverfahren erfolgt auf einem Drei-Plattenwerkzeug mit Anguss aus der Mitte.

Der Umbau des VW-Standorts Kassel

Das nordhessische Werk will seine Rolle als Konzernzentrum für den elektrischen Antriebsstrang stärken. Dabei fokussiert sich der Standort unter anderem auf die Weiterentwicklung der Leistungselektronik. Diese und weitere strategische Entscheidungen im Rahmen des Performance Programms der Group Components sollen Entwicklungsprozesse optimieren und Fertigungszeiten verkürzen.

Für Thomas Schmall, Konzernvorstand Technik und CEO der Volkswagen Group Components, ist „Kassel ist ein Beispiel für erfolgreiche Transformation in der E-Mobilität.“ Der Standort baue Schritt für Schritt neue Schlüsselkompetenzen beim E-Antriebssystem und beim Großguss auf.

Statoren statt Abgasanlagen

Der Standort hat eine umfassende Transformation durchlaufen, indem er sich vom Getriebewerk zu einem Systemlieferanten für E-Antriebe entwickelt habe. Im Kompetenz Center Leistungselektronik werden Pulswechselrichter für die aktuellen E-Antriebe sowie für die künftigen Elektroplattformen des Konzerns gefertigt. Auf der Fläche der Abgasanlagenfertigung entstehen die ersten Fertigungslinien für die Montage der Statoren für künftige E-Antriebe.

Die Umformtechnik in der Halle 2 und die Gießerei fertigen künftig Hand in Hand die Rotoren für Asynchronmotoren (ASM). Die Blechpakete werden dabei gestanzt und anschließend mit Reinaluminium umgossen.

Klimaneutral bis 2040

Gemeinsam mit der Universität Kassel habe der VW-Standort individuelle Entwicklungspläne für die Fertigungsbereiche erarbeitet. Damit soll bis spätestens 2040 die Produktion CO2-neutral werden. Die Standortstrategie „Kasseler Weg“ umfasst die Umstellung auf eine 100-prozentige Grünstromversorgung, regenerative Wärmeversorgung, Elektrifizierung von Warmprozessen und die Pilotierung von grünem Wasserstoff in der Gießerei.

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