Personalie Peter Mohnen verlässt Kuka vorzeitig

Aktualisiert am 30.04.2025 Von Manuel Christa 1 min Lesedauer

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Peter Mohnen gibt überraschend die Führung des Roboterherstellers Kuka auf. Über die Hintergründe schweigt das Unternehmen und präsentierte schnell einen Nachfolger.

Peter Mohnen, langjähriger Kuka-Chef, verlässt das Unternehmen vorzeitig. (Bild:  KUKA)
Peter Mohnen, langjähriger Kuka-Chef, verlässt das Unternehmen vorzeitig.
(Bild: KUKA)

Kuka verliert seinen langjährigen Vorstandsvorsitzenden: Peter Mohnen wird das Unternehmen zum 1. Juli 2025 verlassen. Dies gab der Augsburger Automatisierungsspezialist am Sonntag bekannt. Der 54-Jährige steht seit dem Jahr 2018 an der Spitze von Kuka und war zuvor bereits sechs Jahre als Finanzvorstand tätig. Sein Vertrag läuft noch bis Ende 2025. Eine Nachfolge soll zeitnah benannt werden.

Nach Recherchen der Augsburger Allgemeinen geht der Rückzug Mohnens nicht allein auf persönliche Gründe zurück. Demnach gab es wiederholt Meinungsverschiedenheiten mit dem Mutterkonzern Midea, der Kuka seit 2016 besitzt. Insbesondere bei der Frage nach weiteren Kostensenkungen am Standort Augsburg sollen die Vorstellungen auseinandergegangen sein.

Mohnen sicherte den Standort Augsburg

Während Kuka 2024 zwar schwarze Zahlen schrieb, habe Midea mehr Effizienz und eine höhere Profitabilität gefordert. Auch die Zukunft der Arbeitsplätze in Augsburg könnte eine Rolle gespielt haben: Mohnen gelang es 2023, die ursprünglich auslaufende Standortgarantie bis Ende 2025 zu verlängern. Eine Leistung, die intern als sein wichtigster Erfolg gewertet wird. Doch das dauerhafte Austarieren zwischen den Erwartungen der Eigentümer und den Interessen des Unternehmens dürfte Kraft gekostet haben.

In seinem Abschiedsstatement zeigte sich Mohnen dankbar und stolz. Über seine beruflichen Pläne machte er keine Angaben.

Neuer Kuka-CEO

Mit Christoph Schell hat Kuka schnell einen Nachfolger für Peter Mohnen als CEO benannt.(Bild:  Kuka)
Mit Christoph Schell hat Kuka schnell einen Nachfolger für Peter Mohnen als CEO benannt.
(Bild: Kuka)

Mit Christoph Schell (53) hat Kuka einen international erfahrenen Manager gefunden. Er lebt in den USA, ist in Kirchheim unter Teck geboren und war in leitenden Managementpositionen weltweit für HP, Philips und Intel tätig. Er verantwortete dort unter anderem die Bereiche 3D-Druck und digitale Fertigung. Seit Anfang 2023 ist er Mitglied des Kuka-Aufsichtsrats, sowie Vorsitzender des Strategie- und Technologieausschusses des Gremiums. Er sei damit bereits bestens mit dem Unternehmen und seinem globalen Geschäft vertraut. (sp)

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