Zulieferer Webasto plant umfangreichen Stellenabbau

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Der Zulieferer Webasto will massiv Jobs abbauen. Das teilte Vorstandschef Holger Engelmann mit. Das Jahresergebnis 2023 zwinge zum Handeln.

Webasto plant einen umfangreichen Stellenabbau.(Bild:  Webasto)
Webasto plant einen umfangreichen Stellenabbau.
(Bild: Webasto)

Der Autozulieferer Webasto plant einen größeren Stellenabbau. Vorstandschef Holger Engelmann sagte am Donnerstag (14. März) in Stockdorf bei München: „Das Jahresergebnis 2023 ist enttäuschend und zwingt uns zu handeln.“

Der Umsatz des Zulieferers stieg vergangenes Jahr zwar leicht auf 4,6 Milliarden Euro, aber der Betriebsgewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) lag mit 20 Millionen Euro nur knapp im positiven Bereich. Man habe deshalb ein breit angelegtes Sparprogramm gestartet. Betroffen seien allen Regionen und Bereiche. Man prüfe zum Beispiel Kapazitäten und Strukturen des Unternehmens. Engelmann: „Ein Stellenabbau im zweistelligen Prozentbereich ist voraussichtlich unvermeidbar.“ Derzeit beschäftigt Webasto weltweit 16.600 Menschen.

Über Ziele und Entscheidungen werde der Vorstand die Mitarbeiter in ein paar Wochen informieren. Das Familienunternehmen hatte die Kapazitäten bereits angepasst, im Herbst einen weltweiten Einstellungsstopp beschlossen und sich Anfang dieses Jahres mehrheitlich von seinem erfolglosen Geschäft mit Ladelösungen getrennt.

Schlechtere Rahmenbedingungen für Zulieferer

Webasto sei mit seinem angestammten Geschäft mit Panorama- und Schiebedächern bei Elektromobilität gut aufgestellt, betonte der Vorstandschef. Aber die Rahmenbedingungen für Autozulieferer hätten sich weiter verschlechtert: „Erhebliche Nachfrageschwankungen, gesteigerter Kostendruck, inflationäre Effekte, Störungen in der Lieferkette und eine schwache Entwicklung in vielen Märkten spiegeln sich in unseren Zahlen wider“, sagte Engelmann. Das Unternehmen stelle sich darauf ein, dass viele externe Faktoren seine Geschäftsentwicklung weiter hemmen.

Angesichts der konjunkturellen Eintrübung in einigen Regionen hatte Webasto bereits im Laufe des Jahres 2023 die Kapazitäten, unter anderem in China, angepasst und im Herbst bis auf weiteres einen weltweiten Einstellungsstopp beschlossen. (thg)

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