Alternative Kraftstoffe Weiterer Feldversuch zu Biodiesel in Landmaschinen

Von Thomas Günnel 1 min Lesedauer

Nachhaltig produzierte flüssige Biokraftstoffe können helfen, leistungsintensive Landtechnikanwendungen zu dekarbonisieren. Ein erstes Projekt war erfolgreich – jetzt testen die Projektpartner weitere Anwendungsfälle.

Claas stellt einen zweiten Traktor für Feldversuche mit B100-Biodiesel am Technologie- und Förderzentrum in Straubing.(Bild:  Claas)
Claas stellt einen zweiten Traktor für Feldversuche mit B100-Biodiesel am Technologie- und Förderzentrum in Straubing.
(Bild: Claas)

Der Landmaschinenhersteller Claas testet gemeinsam mit dem Technologie- und Förderzentrum, TFZ, in Straubing Biodiesel in Traktoren. Konkret: „die technische Machbarkeit und Emissionskonformität von reinem Biodiesel, B100, im landwirtschaftlichen Praxiseinsatz“. Den für den Feldversuch erforderlichen Biodiesel stellt die Arbeitsgemeinschaft Qualitätsmanagement Biodiesel e. V..
Schon in den vergangenen zwei Jahren testete das Bayerische Landwirtschaftsministerium einen Traktor des Typs Axion 830 mit Sechszylinder-Motor und 213 PS am Staatsgut Almesbach bei Weiden in der Oberpfalz in der Außenwirtschaft. Das TFZ führte Messungen auf dem Traktorenprüfstand in Straubing und im realen Einsatz durch und überprüfte das Maschinenverhalten. Das Zwischenfazit laut Johannes Ettl vom TFZ nach etwa 700 Stunden Traktoreinsatz: „Die Performance des Traktors im Biodieselbetrieb überzeugt durchweg und zeichnet sich durch niedrige Abgaswerte aus.“ 
Für weitere Tests stellt Claas jetzt einen zweiten Traktor zur Verfügung. Der Arion 470 leistet 155 PS aus vier Zylindern. Er soll vor allem in hofnahen Anwendungen getestet werden. Das Ziel ist es, herauszufinden, ob die Technik die Ansprüche in unterschiedlichen Anwendungen erfüllt – in langen Einsätzen unter Volllast in der Außenwirtschaft und bei täglichen Hofarbeiten im Teillastbereich.

Hohe Leistungs- und Energiedichte erforderlich

Im Dezember hatte der Landmaschinenhersteller verkündet, mit mehreren Unternehmen den Einsatz von Wasserstoff-Verbrennungsmotoren in Landmaschinen zu prüfen. Herausfordernd für alternative Antriebe in der Landwirtschaft sind „vor allem die schweren Anwendungen wie die Bodenbearbeitung. Sie benötigen Antriebslösungen mit hoher Leistungs- und Energiedichte“ , erklärt Fabian Wohlfahrt, Programmmanager für alternative Antriebe bei Claas. Die aktuelle Aufgabe bestehe darin, „die Kompatibilität von B100-Biodiesel mit modernster Motorentechnik und den höchsten Emissionsanforderungen der Abgasstufe V sicherzustellen und nachzuweisen“.
Das Technologie- und Förderzentrum im Kompetenzzentrum für Nachwachsende Rohstoffe, TFZ, ist eine direkt dem Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten zugeordnete Institution mit Sitz im Kompetenzzentrum für Nachwachsende Rohstoffe in Straubing.

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