Van Xpeng X9 – Raumschiff für die Straße

Von sp-x 2 min Lesedauer

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Der Großraumvan X9 der chinesischen Elektromarke Xpeng sprengt die üblichen Maßstäbe, zu einem günstigen Preis. Ob das Raumschiff auch nach Deutschland kommt, ist allerdings fraglich.

Das Modellangebot von Xpeng könnte schnell wachsen. Ob die Chinesen ihr neues Flaggschiff X9 nach Europa bringen, haben sie allerdings noch nicht bestätigt.(Bild:  Xpeng)
Das Modellangebot von Xpeng könnte schnell wachsen. Ob die Chinesen ihr neues Flaggschiff X9 nach Europa bringen, haben sie allerdings noch nicht bestätigt.
(Bild: Xpeng)

In China ist vieles eine Nummer größer. So auch das Flaggschiffmodell X9 des E-Auto-Herstellers Xpeng. Dabei handelt es sich um einer Großraumvan im XL-Format, 5,30 Meter lang, mit fast 3,20 Metern Radstand und sieben Sitzen. Der Stromer wird mit Front- und Allradantrieb angeboten und startet in China bei umgerechnet nur 45.000 Euro. Ob das Auto nach Europa kommt, verrät Xpeng bislang nicht. Und falls ja, dürften die Preise erfahrungsgemäß deutlich höher ausfallen.

Zu den Highlights des Raumschiffs gehören Zweikammer-Luftfederung, Allradlenkung sowie zwei Liegesitze in der Mitte mit Zugriff auf einen 10 Liter großen Kühlschrank. Frischluft wird nicht über die üblichen Düsen durch den Innanraum geblasen, sondern „regnet“ wie ein Luftschleier aus tausenden Mikrodüsen aus dem Dach.

Mehr Beinfreiheit als im Mercedes GLE

Als Besonderheit sollen die Passagiere im Heck auf elektrisch verstellbaren und klimatisierten Sitzen denselben Komfort genießen wie in der zweiten Reihe. Die Beinfreiheit, so versprechen die Chinesen, sei sogar größer als in der zweiten Reihe eines Mercedes GLE. Außerdem lassen sich die hinteren Sitze mit einem Knopfdruck im Boden versenken, was Platz für bis zu fünf Fahrräder bringt.

Auf dem Heimatmarkt und anderen Ländern Asiens ist der Shuttle mit 2+2+3-Sitzanordnung und 7,7 Quadratmeter großem Innenraum bereits seit Ende 2023 erhältlich. Falls das Auto nach Europa kommt, wäre es schon die kürzlich deutlich überarbeitete Version, bei der 35 Prozent der Bauteile überarbeitet wurden. Zu den Leistungsdaten schweigt man sich noch aus. Bekannt ist nur, dass die 200 km/h schnelle Allradversion aus dem Stand in 5,7 Sekunden auf 100 km/h sprintet, während der Fronttriebler dafür 7,4 Sekunden benötigt. Bisher waren die einmotorigen Versionen 235 kW. Das Allradmodell hatte einen Zusatzmotor im Heck mit 135 kW Leistung.

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Xpeng X9: Facelift bringt mehr Ladeleistung

Im Fokus des Facelifts standen vor allem schnelleres Laden und Effizienz. Laut Werksangaben soll der große Van jetzt nur noch 16,2 kWh/100 Kilometer verbrauchen und mit 800-Volt-System in zehn Minuten Energie für gut 400 Kilometer Reichweite speichern. Zwei Batteriepacks mit 94 oder 105 kWh Kapazität sind verfügbar und als Reichweite geben die Chinesen 509 Kilometer nach WLTP an. Die dafür nötigen Ladestationen will Xpeng gleich mitliefern.

Die Bordelektrik des X9 ist auch für Vehicle-2-Load ausgelegt. Über ein 230-V-Bordnetz laden die Passagiere unterwegs Laptops oder schließen bei einer Pause andere Verbraucher an. Angesichts der Ausgangsleistung von fünf kW dürfte das Bordnetz selbst bei einem Elektrogrill nicht in die Knie gehen.

KI für Fahrwerk, ADAS und Sprachsteuerung

Ansonsten packt Xpeng so ziemlich alles rein, was lange Fahrten komfortabel machen soll. Ein streaming- und gamingfähiges Entertainmentsystem mit 23 Lautsprechern und einem riesigen, aus dem Dach klappenden Bildschirm etwa. Um den Spieltrieb der Kids im Heck zu zügeln, lässt sich das gesamte System sperren und nur per Sprache vom Fahrersitz aus bedienen.

Beim luftgefederten Fahrwerk mit neun Zentimetern Federweg setzen die Chinesen auf KI-Technik. Sie soll unter anderem das Ansprechverhalten der Dämpfer steuern. Auch bei den Sprachsteuerung des Fahrzeugs sowie dem Assistenzsystem kommt künstliche Intelligenz zum Einsatz, die etwa beim Einparken oder im Autobahnmodus beim automatisierten Fahren nach Level 3 unterstützt.

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