Arbeitsplätze Jobgarantie für ZF-Beschäftigte in Friedrichshafen

Von Thomas Günnel 2 min Lesedauer

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ZF und der Betriebsrat haben sich auf ein Zielbild für Unternehmensbereiche geeinigt. Es enthält eine Jobgarantie am Standort Friedrichshafen.

ZF hat mit dem Betriebsrat am Standort Friedrichshafen ein Zielbild für Unternehmensbereiche erarbeitet.(Bild:  ZF Friedrichshafen)
ZF hat mit dem Betriebsrat am Standort Friedrichshafen ein Zielbild für Unternehmensbereiche erarbeitet.
(Bild: ZF Friedrichshafen)

Die Beschäftigten bei ZF in Zentralfunktionen, Forschung- und Entwicklung und im Geschäftsbereich Mobility Solutions haben eine Jobgarantie bis zum 30. Juni 2028. Bis dahin sind betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen. Das teilte der Zulieferer mit.

Die Verhandlungen zwischen ZF und Arbeitnehmervertretern zum sogenannten Zielbild waren Anfang Dezember 2023 für gescheitert erklärt worden. Mitte Januar 2024 demonstrierten die bei dem Autozulieferer angestellten Menschen dagegen.

Mit Erfolg: „Die Verhandlungen haben lange gedauert, aber wir haben nicht lockergelassen. Die Beschäftigungssicherung bis Mitte 2028 gibt den Kolleginnen und Kollegen Sicherheit – das war uns immens wichtig“, sagte dazu Franz-Josef Müller, Vorsitzender des Betriebsrates. „Die Beschäftigten können sich nun trotz schwieriger Rahmenbedingungen ganz ihren eigentlichen Aufgaben widmen. Gerade jetzt brauchen wir die Innovationskraft, die Friedrichshafen schon immer stark gemacht hat.“

Personal flexibler einsetzen

In der Vereinbarung festgeschrieben ist eine sogenannte Personaldrehscheibe. Sie soll einen flexiblen Personaleinsatz ermöglichen, zum Beispiel wenn Positionen entfallen oder neue Qualifikationen notwendig sind. Weitere Punkte betreffen den flexibleren Einsatz der betrieblichen und privaten Zeitkonten der Beschäftigten und die Nutzungszeit der Erprobungs- und Prüfeinrichtungen. Details wollen die Betriebsparteien in den nächsten Monaten erarbeiten und teilweise in Pilotprojekten erproben.

Standorte in Friedrichshafen zusammenlegen

ZF will in den nächsten Jahren außerdem seine Infrastruktur in Friedrichshafen ausbauen. Dafür will der Zulieferer Standorte zusammenlegen, die aktuell teils über das Stadtgebiet verteilt sind. Weiter ausgerollt wird zudem das Arbeitsmodell, das mobile Arbeit und geteilte Büroarbeitsplätze beinhaltet.

Laut einer Mitteilung will ZF mit der Vereinbarung den Standort Friedrichshafen als seinen Hauptsitz und Standort für Forschung und Entwicklung dauerhaft sichern. „Der tiefgreifende Wandel unserer Branche erfordert die Bereitschaft und den Mut zur Veränderung. Mit der neuen Vereinbarung haben wir gemeinsam Voraussetzungen geschaffen, um mehr Wirtschaftlichkeit und Flexibilität zu erhalten, den Standort weiterzuentwickeln und ihn an aktuelle Entwicklungen anzupassen“, beschreibt Lea Corzilius, ZF-Personalvorständin und Arbeitsdirektorin.

Rund 10.000 Menschen am Standort Friedrichshafen

Die Inhalte des Zielbildes verhandelten ZF und der Betriebsrat im Rahmen des Tarifvertrags, den ZF im Juli 2020 mit dem Gesamtbetriebsrat und der IG Metall geschlossen hatte. Er soll kurzfristige Strukturmaßnahmen vermeiden, zu Gunsten von Zielbildern auf Standortebene.

Am Standort Friedrichshafen beschäftigte ZF zum 31. Dezember 2023 rund 10.300 Menschen. Knapp die Hälfte davon arbeiten in den Zentralbereichen des Konzerns, in Forschung und Entwicklung und bei ZF Mobility Solutions. Etwa 5.400 Beschäftigte gehören zu den Divisionen Commercial Vehicle Solutions, Industrietechnik und Aftermarket am Standort Friedrichshafen.

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