gesponsertKünstliche Intelligenz Zukunftsorientierung und Mehrwert für unsere Kunden

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Andreas Fink, Mitglied des Vorstands Technik bei Bertrandt, gibt Einblicke, welche Chancen sich für den Engineering-Dienstleister ergeben und wie Digitalisierung und Künstliche Intelligenz in der aktuellen Zeit besonders hilfreich sind.

Dr. Andreas Fink, Mitglied des Vorstands Technik bei Bertrandt(Bild:  Bertrandt AG)
Dr. Andreas Fink, Mitglied des Vorstands Technik bei Bertrandt
(Bild: Bertrandt AG)

Herr Fink, die aktuelle Situation der Automobilzuliefererindustrie stellt Unternehmen wie Bertrandt vor viele Herausforderungen. Was sind die Chancen in dieser Lage?

Trotz globaler Herausforderungen erkennen wir, dass unsere Kunden ihr Produktportfolio erneuern und erweitern. Diese Weiterentwicklung findet geographisch in einer anderen Verteilung statt und es sind Entwicklungen mit niedrigeren Budgets in kürzerer Zeit zu realisieren. Das schafft allerdings auch neue Möglichkeiten, besonders in regional entstehenden Märkten. Wir haben mit der Strategie 2027 die Weichen gestellt, um diese Chancen zu nutzen. Unsere technologische und strukturelle Ausrichtung erlaubt es uns, flexibel auf Veränderungen zu reagieren.

Ein wichtiger Aspekt in der Strategie ist die Internationalisierung. Welche spezifischen Maßnahmen unternimmt Bertrandt hier?

Wir zielen auf eine noch stärkere internationale Präsenz und bauen unser globales Entwicklungsnetzwerk gezielt aus, weil unsere Kunden zunehmend Entwicklungsverantwortung ins Ausland verlagern und die Produktentwicklung immer stärker regional verteilt wird. Dies mündet teilweise in großen, transnationalen Projekten. Bertrandt hat beispielsweise Nearshore-Zentren in Rumänien und Marokko strategisch ausgebaut, um schnell und auch kurzfristig kompetente Entwicklungskapazität bereitzustellen. Damit gelingt es uns, dem Kostendruck in großen Projektvergaben zu begegnen. Zusätzlich bauen wir international unsere Entwicklungszentren in der Nähe unserer Kunden aus. So arbeiten wir kundenfokussiert und effizient. Wir arbeiten stets konzernübergreifend zusammen.

Ein weiterer Baustein in der Strategie ist die Diversifikation. Was ist hierunter zu verstehen?

Mit unserer Diversifikationsstrategie bauen wir unser Leistungsspektrum gezielt aus. Neben der Automobilbranche engagieren wir uns verstärkt bei Lastkraftwagen, Bussen, der Luftfahrt und dem Zukunftsmarkt Schiene. Auch den Bereich Defence bauen wir kontinuierlich aus. Wir möchten rund 20 Prozent des Konzernumsatzes aus dem Non-Automotive-Geschäft bis 2027 erzielen.

Werfen wir einen Blick auf die Technologie. Digitalisierung und Künstliche Intelligenz spielen eine zentrale Rolle. Wie setzt Bertrandt diese Technologien im Entwicklungsprozess ein?

Die Integration von Digitalisierung und KI ist für uns kein Selbstzweck, sondern fest in unsere Wertschöpfungsprozesse integriert. Technologische Exzellenz ist für uns ein zentraler Baustein in der Zusammenarbeit mit dem Kunden. Unsere Kunden wollen schneller und kostengünstiger entwickeln. Mit dem Einsatz von Digitalisierung und KI können wir diesem Wunsch nachkommen. Der KI-Einsatz ermöglicht neue Optimierungs- und Leistungspotenziale wie Produktivitätserhöhung, Prozesseffizienz oder Innovation. Besondere Bedeutung hat dies bei der Produktentstehung, wo Digitalisierung und KI die Entwicklungszeiten verkürzen und die Kosten sowie die Anzahl der Prototypen reduzieren kann. Unser Produktentstehungsprozess, gestützt durch KI und digitale Tools, kann eine Derivatsentwicklung eines Fahrzeugs auf bis zu 120 Wochen oder auch kürzer umsetzen, je nach vorgegebenen Rahmenbedingungen. Mit effizienten Prozessen und klaren Entscheidungswegen bieten wir unseren Kunden signifikante Kostenvorteile.

Gibt es ein weiteres Beispiel?

Eingehen möchte ich auf einen leicht erklärbaren, aber wichtigen Prozess, der am Anfang einer Beauftragung steht: Die automatisierte RFQ-Analyse und die optimierte Angebotserstellung. Durch eine KI-automatisierte Analyse mit unserem eigenen entwickelten Tool namens BERND – Bertrandt Electronic RFQ Neuronal-Network Detector – welches unterschiedliche Formate und seitenlange Anfragen auswertet, können umfangreiche und komplexe Kundenanfragen gescreent und die Angebotserstellung deutlich beschleunigt werden. Dies bringt uns einen klaren Wettbewerbsvorteil.

Datenschutz und Informationssicherheit sind bei der Nutzung von KI entscheidend. Wie stellt Bertrandt sicher, dass diese Aspekte ausreichend berücksichtigt werden?

Bei Bertrandt hat der vertrauensvolle Umgang mit den Daten unserer Kunden höchste Priorität. Wir setzen auf strenge Datenschutzmaßnahmen und Informationssicherheit. Unsere Innovationsprozesse und digitalen Tools werden kontinuierlich weiterentwickelt, um den Schutz der Daten zu gewährleisten und innovative Lösungen zu schaffen.

Wie sieht die Weiterentwicklung im Bereich KI aus?

Die Optimierung sämtlicher Prozesse durch Digitalisierung und KI bietet große Chancen. Daher gibt es bei uns einen internen Innovationsprozess und ein spezielles Delivery-Team, das sich auf die Use-Case-Generierung und Weiterentwicklung von digitalen Tools für unsere Leistungsfelder unter Einsatz der jeweiligen State-of-the-art KI-Technologie spezialisiert hat.

Welche Strategie hat Bertrandt in der Zukunft?

Bertrandt ist technologisch gut für die Zukunft aufgestellt. Wir sind davon überzeugt, dass wir mit unserer Strategie 2027 sowohl aktuellen Herausforderungen effektiv begegnen als auch neue Chancen ergreifen können. Unsere Strategie unterstützt unser weiteres nachhaltiges Wachstum und den Erfolg unserer Kunden.

Dr. Andreas Fink

promovierte in Physik und startete bei Bosch als Projektleiter im Bereich Airbagsysteme. Danach leitete er F&E Bereiche für die Automobilelektronik und Chassis Systems Control im In- und Ausland. Bei ZF führte er ab 2013 die Produktlinie Active-Suspension, ab 2018 die BU Elektrische Antriebstechnik.

Seit April 2023 ist er Technologievorstand beim Bertrandt Konzern.

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