Webasto 100 Jahre Webasto
Am 21. Juni hat die Webasto AG, Spezialist für Dach- und Temperatursysteme, ihren hundertsten Geburtstag gefeiert. "AI" würdigt das Jubiläum mit einem Sonderheft.
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Die Webasto AG, international agierender Automobilzulieferer für Dach- und Temperatursysteme hat am 21. Juni ihren 100. Geburtstag gefeiert. Gegründet 1901 in Esslingen/Neckar, hat das in Familienbesitz befindliche Unternehmen seinen Stammsitz seit 1908 in Stockdorf, im Süden von München.
Der Gründer, Wilhelm Baier und der Ortsname Stockdorf waren auch Namensgeber für Webasto. Mit Werner Baier ist die Familie Baier in vierter Generation im Unternehmen. Werner Baier trat 1970 in das Unternehmen ein, leitete es bis 1995 und ist seither Vorsitzender des Aufsichtsrates. Die Geschäftsführung besteht heute aus den Vorständen, Franz-Josef Kortüm, Vorsitzender des Vorstandes, Michael Kempter, zuständig für Temperaturmanagement-Systeme, Busluken und Bustüren und Dr. Wolfgang Thurow, zuständig für Pkw-Dach- und Karosseriesysteme.
Der Umsatz der AG betrug im vergangenen Jahr 2,1 Mrd. Mark. Fast 45 Millionen Mark Überschuss wurden erwirtschaftet. Webasto liefert mittlerweile nicht nur Schiebedächer oder Standheizungen, sondern unter anderem auch Lamellendächer, Panoramadächer, Cabriodächer, Bus-Klimaanlagen und Standklima Anlagen für Lkw.
Jüngste Produktbeispiele sind die A-Klasse von Mercedes (Lamellendach), smart (Cabriodach), das Mercedes C-Klasse Sportcoupé (Panoramadach), der Mini von BMW (Panoramadach) und der Avantime von Renault (Großdach). Noch nicht auf dem Markt, aber bereits als Auftrag in der Tasche, ist ein sogenanntes RHT (retractable hardtop), das die Vorzüge eines Cabriodaches mit dem eines Coupés verbindet: Ein faltbares Dach, aber nicht aus Stoff.
Im Bereich Heizen, Kühlen, Lüften beschränkte sich Webasto bei Pkw bisher auf Heizen und Lüften. Eine Standheizung kann in praktisch jedes Fahrzeug, auch nachträglich noch, eingebaut werden. Wer will, kann sie sogar per Telefon starten. Lüften funktioniert entweder mit Schiebedach oder neuerdings mit im Schiebedach eingebauten Solarzellen, die das fahrzeugeigene Gebläse antreiben. Für Nutzfahrzeuge bietet das Unternehmen bereits eine sogenannte Standklima-Anlage an, die die Fahrerkabine kühlt, ohne dass der Motor laufen muss.
Mit "feel the drive" als Zusatz zum Namen, hat sich das Unternehmen in seinem hundertsten Jahr einen Slogan formuliert, der Anspruch und Versprechen zugleich ausdrückt. Webasto-Vorstandschef Franz-Josef Kortüm: "Für den Erfolg der ersten 100 Jahre wurde hart gearbeitet. Wir werden davon nichts aufs Spiel setzen, sondern mit "feel" Drive in die Zukunft weiterentwickeln!"
Wer mehr über das Unternehmen erfahren will, dem sei das aktuelle "AI"-Sonderheft "100 Jahre Webasto" ans Herz gelegt, das auf 66 Seiten Einblicke in die Geschichte, die Produkte, Forschung und Entwicklung, Einkauf und Vertrieb bietet. Ein Ausblick auf Branchentrends für Zulieferer und eine Übersicht aller Webasto-Lieferanten fehlen ebenfalls nicht.