Historie

70 Jahre Ford Transporter

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Tatsächlich revolutionierte dieser später weltweit vertriebene Transit ab 1965 das Transportsegment durch über 50 unterschiedlichen Aus- und Aufbauvarianten, optionale Diesel-Motorisierung und als kultiger Kasten für Familie, Freizeit oder Popbands.

Für viele Kölner Ford-Mitarbeiter wurde der komfortable Laderiese favorisiertes Familienauto, wenn es in den Werksferien in die türkische Heimat ging. Nicht ohne Grund ist seit 2004 das Transit-Werk Kocaeli (Türkei) einer der wichtigsten Produktionsorte für den bis dahin bereits fünf Millionen Mal verkauften Bestseller.

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Schlagzeilen für den Transit

Auch Emotionen freisetzen konnte der nutzwertige Ford von Beginn an reichlich. Sei es auf Rennstrecken als 240 km/h galoppierender wilder Reiter mit Le-Mans-Motor des Ford GT (ab 1972) oder als 270 km/h schneller Supervan 2 mit Wohnwagen auf dem Haken (1985).

Auch als Transit Supervan III (1995) mit einem 485 kW/650 PS freisetzenden Cosworth-V8 aus der Formel 1, ein unverglaster Kastenwagen, der Stuntsprünge über 15 Pkw absolvierte (ab 1972) oder als seefestes Amphibienfahrzeug für vergnügliche englische Bootsrennen (ab 1980) überzeugte der Wagen.

Dann gab es die Schlagzeilen generierenden Fotos vom Transit als Reisemobil für Elefanten (1965), vom Transit-Linienbusverkehr auf der Marathon Distanz London-Australien (16.000 Kilometer) und den Relax-Bussen von Bands wie The Tremeloes, Status Quo oder Coldplay.

Nicht zu vergessen der Auftritt der spektakulären, 7,40 Meter langen Transit-Stretch-Limousine (2007) oder jener von Paparazzi verzweifelt gesuchte weiße Transit Kastenwagen, den die britischen Royals William und Kate 2013 während ihrer Verlobungszeit in Anglesey für Inkognito-Touren nutzten.

Ergänzung des Sortiments

Hinzu kamen Dynamiker wie der Transit Sport von 2006 als erster Serienkastenwagen mit Le-Mans-Dekor oder der Nugget im Club der populären Campervans. Einer für alle sollte der Transit von Beginn an sein und in den bis heute sieben Transit-Generationen spiegelt sich dies.

Ab 2012 ergänzten deshalb die drei Formate Transit Courier, Transit Connect und Transit Custom das Sortiment unterhalb des Fullsize-Transit, der inzwischen mit VW Crafter oder Mercedes Sprinter konkurriert. Außerdem komplettieren die Pkw-Versionen Tourneo Courier bis Custom das Portfolio – da verliert sogar mancher Ford-Händler die Übersicht.

Die Krone des Klassenprimus als erfolgreichste Marke leichter Nutzfahrzeuge sichert sich Ford damit seit 2014 souverän. Nicht nur Volkswagen, auch die nachgewachsene Konkurrenz aus Mercedes, Peugeot, Citroen und Fiat hat das Nachsehen.

Ab 2023: Gemeinsame Plattform

Vom frühen Schnell-Laster zum modernen Familien- und Freizeitfahrzeug, damit schrieb der Transit ähnlich viel Alltagsgeschichte wie die Transporter von VW. Künftig geschieht das gemeinsam, ab 2023 teilt sich sogar die Nutzfahrzeugversion des VW T7-Bulli die Basis mit dem nächsten Transit Custom: Alles wird anders und zugleich bleiben die beiden beste Freunde und Feinde auf dem Markt.

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