Akkus aus Europa ACC baut keine Batteriewerke in Deutschland und Italien

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

ACC Automotive Cells wird keine Batteriewerke in Deutschland und Italien bauen. Am Standort in Frankreich hält das Unternehmen fest.

ACC sagt seine Pläne zum Bau von Batteriewerken in Deutschland und Italien ab. Im Bild: Das Batteriewerk des Unternehmens im französischen Billy-Berclau/Douvrin im Frühjahr 2024.(Bild:  ACC)
ACC sagt seine Pläne zum Bau von Batteriewerken in Deutschland und Italien ab. Im Bild: Das Batteriewerk des Unternehmens im französischen Billy-Berclau/Douvrin im Frühjahr 2024.
(Bild: ACC)

Das Gemeinschaftsunternehmen ACC wird in Kaiserslautern keine Großfabrik für Autobatterien in bauen. Die bereits im Jahr 2024 auf Eis gelegten Standorte in Deutschland und Italien rechnen sich nicht mehr. Das geht aus einer Stellungnahme des Gemeinschaftsunternehmens von Stellantis, Mercedes-Benz und Total Energies hervor. Der Standort Billy-Bercleau/Douvrin in Frankreich solle als „primärer Innovationshub„ bestehen bleiben.

Hintergrund ist die anhaltend schwache Nachfrage nach Elektroautos in Europa und der massive Kurseinbruch bei Stellantis. Der Autohersteller hatte in der vergangenen Woche Abschreibungen in Höhe von 22,2 Milliarden Euro bekanntgegeben und an der Börse einen starken Kurssturz erlitten.

Hohe geplante Zuschüsse für Batteriewerk

Am Standort der Stellantis-Tochter Opel in Kaiserslautern sollten rund 2.000 Arbeitsplätze entstehen. Deutschland und Frankreich hatten der Automotive Cell Company, ACC, Fördermittel in Höhe von 1,3 Milliarden Euro zugesagt. Allein das deutsche Werk sollte mit Steuergeld in Höhe von rund 437 Millionen Euro unterstützt werden. Einen entsprechenden Förderbescheid hatten der damalige Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) und die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) überreicht.

Wie beim Partnerprojekt im italienischen Termoli will ACC nun mit den Gewerkschaften über die Einstellung der Projekte sprechen. Der Frankfurter IG-Metall-Bezirkschef Jörg Köhlinger bezeichnete das Vorgehen als „irrational und verantwortungslos“. Widerstandsfähige Lieferketten entstünden so nicht. Jahrelang hätten sich Betriebsräte und IG Metall für die Ansiedlung eingesetzt, sagte der Gewerkschafter. „Wir haben innovative tarifliche Regelungen getroffen, mit denen wir dem Unternehmen weit entgegengekommen sind. Und jetzt will ACC den Abgesang einleiten.“

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