E-Mobilität E-Antrieb ohne Seltene Erden: „Bald keine Frage mehr ob, sondern wo“

Von Sven Prawitz 4 min Lesedauer

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Advanced Electric Machines hat zwei Entwicklungsaufträge für E-Motoren ohne Seltene Erden erhalten. CEO James Widmer erklärt, warum die Technik serienreif ist – und den Einfluss von Geopolitik.

AEM-Chef James Widmer mit dem SSRD-Motor. (Bild:  Advanced Electric Machines)
AEM-Chef James Widmer mit dem SSRD-Motor.
(Bild: Advanced Electric Machines)

Mit einem Motor ohne Seltene Erden und Kupferwicklungen will Advanced Electric Machines (AEM) die Elektromobilität unabhängiger von kritischen Rohstoffen machen. Der SSRD-Motor (Super Speed Reluctance Drive) arbeitet vollständig ohne Permanentmagnete, ist zu 100 Prozent recycelbar und erreicht laut Hersteller das Leistungsniveau konventioneller E-Motoren – oder übertrifft es.

Kürzlich meldete AEM zwei neue Entwicklungsaufträge: einen siebenstelligen Vertrag mit einem Tier-1-Zulieferer und einen weiteren mit einem großen asiatischen Automobilhersteller. Beide betreffen Pkw-Motoren für Volumenmodelle. Im Interview erklärt CEO James Widmer, warum geopolitische Spannungen zwar Entscheidungszyklen beschleunigen, aber nicht die Geschäftsgrundlage schaffen – und weshalb die SSRD-Technik auch bei niedrigeren Drehzahlen überzeugt.