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Front- und Heckantriebskonzepte denkbar
Der neue Antrieb ist zuvorderst als Frontantrieb ausgelegt, doch sollen auch Heckantriebslösungen möglich sein. Grundsätzlich, betonte Weber, werden künftige Fahrzeugarchitekturen für die Aufnahme verschiedener Antriebsstränge ausgelegt sein.
Neben der geplanten Großserienproduktion dürfte auch die Tankstellensituation keine unwesentliche Rolle beim Überspringen der Zwischenlösung gespielt haben. Aktuell gibt es in Deutschland lediglich 15 öffentlich zugängliche Wasserstofftankstellen. Bis 2016 sollen es rund 100 sein. Für 2020 erwartet Thomas Weber zwischen 500 und 1.000 Wasserstofftankstellen in Deutschland.
95 Gramm CO2 ab 2020
Mit Hilfe des Wasserstoffantriebs wird Daimler die in der EU vorgesehen CO2-Hürde von 95 Gramm ab 2020 meistern, ist sich Weber sicher. Die Produktion des Wasserstoffs muss dabei nicht nur aus regenerativen Energien kommen. Über 80 Prozent des weltweiten Wasserstoffs wird großindustriell aus Erdgas gewonnen. Damit wäre die sogenannte Well-to-Wheel-Bilanz, also die ökologische Gesamtbilanz eines Fahrzeugs von der Herstellung an, eines Brennstoffzellenfahrzeugs rund 20 Prozent CO2-günstiger als die eines mit Verbrennungsmotor. Je mehr Sonnen- oder Windenergie zur Herstellung verwendet wird, desto günstiger fällt die Bilanz zugunsten der Brennstoffzelle aus.
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