Motorentechnik

Auch PSA setzt nun auf Dreizylinder-Ottomotoren

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Weniger Teile in Bewegung, weniger Reibung

Die Entwicklung der Motorenbaureihe machte die Anpassung einiger Teile notwendig, um die mechanische Reibung zu senken. Die Kolbenbolzen und Ventilstößel sind zur Verringerung der Reibung mit einer Beschichtung Diamond Like Carbon (DLC) versehen. Die geregelte Ölpumpe mit variablem Hub passt sich den Anforderungen von Druck und Durchflussmenge an. Dies ermöglicht, die Reibung der Pumpe um 30 Prozent zu senken. Der im Kurbelgehäuse integrierte Zahnriemen hat die gleiche Lebensdauer wie das Fahrzeug. Durch diese verschiedenen Verbesserungen sinkt die Reibleistung insgesamt um etwa 30 Prozent.

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Optimierte Verbrennung für geringen Benzinverbrauch

Einlasskanäle, Kolbenköpfe und der Brennraum mit einem Verdichtungsverhältnis von elf zu eins wurden so gestaltet, dass die Verbrennung mit einer hohen AGR-Rate abläuft. Außerdem trennt das Thermomanagement beim kalten Motor die Kühlkreisläufe von Zylinderblock und Zylinderkopf, um den Temperaturanstieg zu optimieren. Dies bringt zwei Vorteile mit sich: Erstens die Verringerung der CO2-Emissionen, die erhöht sind, solange der Motor kalt ist, zweitens ein effizienteres Aufheizen des Innenraums. Für maximale Effizienz ist der Drei-Wege-Katalysator unmittelbar am Motorenausgang angebaut und verfügt über zwei Lambdasonden.

PSA betont, dass im Gegensatz zu früheren Entwicklungsprojekten bei Ottomotoren, diese Baureihe eine komplette Eigenentwicklung ohne Kooperationspartner ist. Die gleiche Aussage macht auch BMW, der bisherige Ottomotoren-Partner von PSA. Der »Automobil Industrie« liegen allerdings Informationen vor, dass zu Beginn der Entwicklung sehr wohl eine Kooperation zwischen den beiden Unternehmen vorlag, die offenbar nicht bis zur Serienreife aufrecht erhalten wurde.

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