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„Das Thema braucht Wertschätzung“
Bereits heute gehören wir zu den energieeffizientesten Unternehmen in Mittel- und Osteuropa“, berichtet Faustmann nicht ohne Stolz. Die neue Geothermie-Anlage ist für ihn ein „weiterer wichtiger Meilenstein, um unsere Umweltziele am Standort zu erreichen“. Audi Hungaria unterhält seit 1999 ein Umweltmanagement. Allein in den letzten drei Jahren wurden in Györ 270 Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz umgesetzt. Dazu zählen Photovoltaik- und Solarthermieanlagen, Flachbrunnen zur Kühlung von Industriewasser, energieeffiziente Heizung, Kühlung und Beleuchtung der Werkhallen und Büros, Strom- und Wärmerückgewinnung aus Motorenprüfständen und bei der Luftdruckerzeugung, zudem Kraft-Wärme-Kopplung-Technologien.
„Nicht alles, was wir heute im Dienste der Ressourcenschonung und Energieeffizienz tun, ist jetzt schon wirtschaftlich“, bekennt Faustmann, „aber wir wollen Zeichen setzen und unsere Mitarbeiter und die Öffentlichkeit mit unserem Engagement für den Umweltschutz sensibilisieren. Das Thema an sich braucht Wertschätzung und eine breite Basis. Deshalb binden wir auch unsere Lieferanten eng in dieses Thema ein.“ Audi Hungaria überwacht die Nachhaltigkeit der Zulieferkette im Rahmen eines eigenständigen Programms.
Weltweiter Know-How-Austausch
Neben der Geothermie-Anlage zählt auch die 2013 neu in Betrieb genommene Lackiererei in Györ zu den wichtigen Großprojekten mit Zielsetzung Energieeffizienz. Die von Dürr konzipierte Fahrzeuglackiererei ist eine der modernsten Lackieranlagen im Konzern. „Unser Vorbild war die Lackiererei von Volkswagen in Chattanooga“, erklärt Florian Lottes, Leiter der Lackiererei in Györ. Beide Anlagen arbeiten mit Trockenabscheidung des Lack-Oversprays im Umluftbetrieb. Sie reinigt die Luft von Lackpartikeln. Der Anteil der Umluft beträgt 80 bis 90 Prozent, das spart über 50 Prozent Energie beim Heizen und Kühlen, Befeuchten und Entfeuchten der Luft. Eine weitere Neuheit findet sich in der Abluft-Reinigung der Kabinen: Mittels einer speziellen Technik werden Lösemittel mit heißer Luft abgeblasen und danach in einer thermischen Aufbereitungsanlage verbrannt. Mit dieser zusätzlichen Abluftreinigung lassen sich die Lösungsmittelemissionen um mehr als 70 Prozent senken. Technologien, die auch Porsche für die Lackiererei in Leipzig, die 2014 für das kleine SUV-Modell Macan anlief, übernommen hat. Gute Ideen nutzt man im Volkswagen-Konzern nicht nur einmal.
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