Smarte Produktion Audi setzt virtuelle SPS im Karosseriebau ein

Von Thomas Günnel 2 min Lesedauer

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Audi setzt erstmals eine virtuelle speicherprogrammierbare Steuerung auf der Plattform „Edge Cloud 4 Production“ im Karosseriebau ein. Daran mitgearbeitet haben drei Partner.

Im Karosseriebau der Böllinger Höfe setzt Audi eine virtuelle SPS auf dezentralen Servern ein.(Bild:  Audi)
Im Karosseriebau der Böllinger Höfe setzt Audi eine virtuelle SPS auf dezentralen Servern ein.
(Bild: Audi)

Audi nutzt im Karosseriebau in den Böllinger Höfen erstmals eine lokale virtuelle speicherprogrammierbare Steuerung auf seiner Plattform „EC4P“. Vorher hatte der Autohersteller das System in der Montage des Audi E-Tron GT getestet. Einsetzen will Audi die Steuerung mit der virtuellen SPS von Siemens bei einem Lamborghini-Modell – dessen Karosserie entsteht im Konzernverbund in der Produktion in den Böllinger Höfen. Die virtuelle SPS löst laut Audi die bislang hardwarebasierte speicherprogrammierbare Steuerung in den dortigen Automatisierungszellen ab.
Mit der virtuellen Steuerung kann Audi die Fertigung nach eigenen Angaben ortsunabhängig und in Echtzeit steuern und überwachen. Software und neue Funktionen lassen sich demnach schnell einführen, zentral aktualisieren und verwalten. Audi spricht von  „signifikant effizienteren und schnelleren Produktionsprozessen“.

Entwicklung mit Broadcom, Cisco und Siemens

Die virtuelle speicherprogrammierbare Steuerung im Karosseriebau hat Audi gemeinsam mit Broadcom, Cisco und Siemens entwickelt. Cisco lieferte die Netzwerkinfrastruktur „Software-Defined Access“. Broadcom stellt die Virtualisierungssoftware für die Server mit einem neu entwickelten, echtzeitfähigen „Industrial virtual Switch“. Das ist eine Softwarekomponente, die die echtzeitfähige Kommunikation mit Industrieprotokollen zwischen der Plattform und den Anlagen ermöglicht. Siemens liefert seine erste vollständig virtuelle Steuerung Simatic S7-1500V.
Nach erfolgreicher Einführung der vSPS im Karosseriebau in den Böllinger Höfen will Audi die Steuerung im Werk Neckarsulm ausrollen. Die Vorbereitungen laufen bereits, darunter  ist der Einsatz im Karosseriebau des neuen Audi A6.

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(Bild: Vogel Communications Group)

Sven Müller, Project Manager des „Edge Cloud 4 Production“-Projektes bei Audi, wird beim Smart Factory Day am 15. Mai in Landshut mehr zu dem Projekt in den Böllinger Höfen berichten.

Außerdem schauen wir uns an, wie BMW im Komponentenwerk Landshut fertigt – bei einer exklusiven Werksführung und an fünf Marktständen. Hier stehen Experten des Autoherstellers für persönlichen Austausch bereit. Zeit fürs Netzwerken ist am Abend des 14. Mai beim Networking Dinner.

Alle Infos zum Event gibt´s auf www.smart-factory-day.de.

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