Kreislaufwirtschaft Volkswagen fährt erste Demontagelinie hoch

Von Thomas Günnel 1 min Lesedauer

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Volkswagen hat am Standort Zwickau die erste Demontagelinie des Konzerns hochgefahren. Bestimmte Teile sollen künftig im Handel verfügbar sein.

In Zwickau/Mosel hat Volkswagen die erste Demontagelinie des Konzerns hochgefahren.(Bild:  Volkswagen)
In Zwickau/Mosel hat Volkswagen die erste Demontagelinie des Konzerns hochgefahren.
(Bild: Volkswagen)

Im VW-Werk Zwickau ist die erste industrielle Demontagelinie des Volkswagen-Konzerns in Betrieb gegangen. Sie umfasst acht Takte für Vorserien- und künftig Altfahrzeuge. Ab dem Jahr 2027 sollen rund 100 Beschäftigte 4.100 Fahrzeuge jährlich im Zweischichtbetrieb zerlegen. Perspektivisch sollen in dem Geschäftsbereich bis zu 1.000 Menschen arbeiten.

Volkswagen will mit der Demontage ein neues Geschäftsfeld mit Gebrauchtteilen und Materialkreisläufen aufbauen. Außerdem gelten ab dem Jahr 2032 in Europa Rezyklat-Quoten für Kunststoff und weitere Rohstoffe. Entsprechend sind industrielle, skalierbare Prozesse notwendig, um Altfahrzeuge effizient zu demontieren. Zur Einordnung: Laut Volkswagen lassen sich allein mit wiedergewonnenem Kunststoff aus einem Altfahrzeug drei Neuwagen herstellen.

Langfristig will Volkswagen ein Circular-Economy-Partnernetzwerk etablieren – mit dem Standort Zwickau als Kompetenzzentrum. Die für die linienbasierte Demontage notwendige Anlagentechnik installierten die Techniker in neun Monaten. Insgesamt wurden 1.200 Quadratmeter Boden neu beschichtet, 94 Tonnen Stahl verbaut und 100 Meter Hochstromlinien für Logistikprozesse installiert. Teile der Anlagen stammen aus der Fahrzeugfertigung. 

Markt für Original-Gebrauchtteile

Die wiedergewonnenen Teile will Volkswagen im Handel anbieten. Demnach ist die Nachfrage nach Karosseriebauteilen wie Türen und Stoßfängern besonders hoch, neben Motoren und Getriebebauteilen. Die gebrauchten Teile vertreibt VW künftig über bestehende Netzwerke und unabhängige Werkstätten und Teilehändler.

 „Statt Bauteile zu verschrotten, verwerten wir diese weiter. Dieses zeitwertgerechte Produktangebot reduziert zusätzlich wirtschaftliche Totalschäden“, beschreibt Marcus Edelmann, Sprecher der Geschäftsführung der Volkswagen Group OTLG. 

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