Connectivity-Studie

Automatisiertes Fahren – Die Entwicklung

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Deutsche Verbraucher eher konservativ

Bei den Endkunden ist die Akzeptanz in Deutschland und in China unterschiedlich ausgeprägt: Nur 23 Prozent der im Rahmen des Berylls „Connectivity Compass 2014“ im Sommer 2014 befragten deutschen Endkunden äußern ein wahrscheinliches oder sehr wahrscheinliches Kaufinteresse an „Autonomem Fahren“ als Sonderausstattung. Ganz anders in China: hier äußern 88 Prozent Interesse, das heißt der Kauf von „Autonomem Fahren“ als Sonderausstattung ist eher wahrscheinlich bis hin zu sehr wahrscheinlich.

Wenngleich es noch Jahre dauern wird, bis sich die Technik durchsetz, nimmt das automatisierte Fahren bereits Fahrt auf: Heute zeigen Versuchsfahrzeuge wie der Mercedes-Benz S500 „Intelligent Drive“, wie hochautomatisiertes Fahren auf öffentlichen Strecken reibungslos funktionieren kann. Und Google ist mit seiner automatisierten Fahrzeugflotte laut eigener Aussage bereits mehr als eine Million Straßenkilometer gefahren. In wenigen Jahren sind die ersten Fahrzeuge mit hochautomatisierten Fahrfunktionen am Markt verfügbar. So dürften beispielsweise nur noch zwei bis drei Jahre vergehen, bis ein Autobahnpilot in einem der Luxus-Fahrzeuge wie einer Mercedes-Benz S-Klasse oder einem BMW 7er verfügbar ist.

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Autonome Fahrzeuge ab dem Jahr 2030

Ab dem Jahr 2020 wird hochautomatisiertes Fahren dann als Sonderausstattung einem breiteren Publikum der Premium-OEMs angeboten. Vollautomatisiertes Fahren kommt in etwa im Jahr 2025 – solche Fahrautomaten können dann eigenständig jegliche Fahrsituation meistern und benötigen keinen Eingriff des Fahrers mehr. Trotzdem kann der Fahrer selbst das Fahrzeug steuern. Autonome Fahrzeuge, also der Verzicht auf die Bereitstellung eines manuellen Fahrmodus, werden voraussichtlich ab etwa 2030 auf unseren Straßen fahren. Auch wenn in 2025 der Marktanteil hoch- oder vollautomatisierter Fahrzeuge noch verschwindend gering ist, so ist bis 2035 mit einem rasanten Anstieg des Marktanteils auf etwa 20 Prozent zu rechnen; das sind dann bis zu 35 Millionen hochautomatisierter, vollautomatisierter oder gar autonomer Pkws pro Jahr, die vor allem in Nordamerika, China und Westeuropa verkauft werden. Der weltweite Fahrzeugbestand wird dann bis etwa 2050 „umgedreht“ – weniger als zehn Prozent haben dann keinen Auto-Piloten an Bord.

Deutsche OEMs auf der Pole-Position

Die aktuelle Endkundenbefragung von Berylls im Rahmen der Studie zeigt, dass die deutschen OEMs aus Sicht deutscher wie auch chinesischer Endkunden führend sind, wenn es um die Markteinführung autonomer Fahrzeuge geht. Den ersten Platz in Deutschland belegt Daimler: 41 Prozent der befragten Endkunden trauen Mercedes-Benz zu, als Erste „Autonomes Fahren“ in den Markt einzuführen; BMW, Audi und Volkswagen folgen auf den Rängen zwei bis vier. In China ist Audi vorne (44 Prozent), gefolgt von BMW, Volkswagen, Mercedes-Benz. Allerdings: Google und Apple sind nicht zu unterschätzen – beide Unternehmen rangieren bei dieser Umfrage unter den Top 10 der genannten Anbieter.

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