Batteriesysteme Neue Wertschöpfung für Zulieferer

Von Hartmut Hammer 4 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Zulieferer wie Borg Warner, Boysen, Dräxlmaier, Elring Klinger, Valmet Automotive und Webasto sind inzwischen auch Batterieproduzenten. Ihre Eintrittsstrategien, Zielmärkte und Geschäftsvolumina variieren dabei beträchtlich.

Im Webasto-Werk Schierling werden Batteriemodule und komplexe Batteriesysteme in kleineren Volumina gefertigt.(Bild:  Webasto)
Im Webasto-Werk Schierling werden Batteriemodule und komplexe Batteriesysteme in kleineren Volumina gefertigt.
(Bild: Webasto)

Die Motivation für den Einstieg in das Batteriegeschäft ist bei allen traditionellen Zulieferern in etwa die gleiche: wegbrechende Umsätze in anderen Produktbereichen sollen kompensiert werden. Webasto und Valmet Automotive setzen dabei auf die Großserienfertigung von Pkw-Batterien. Und nicht nur das: „Inzwischen decken wir im Bereich Batteriesysteme die komplette Wertschöpfungskette ab, vom Konzept, der Entwicklung, Prototyping, Testing bis zur Produktion“, erläutert Jyrki Nurmi, Senior Vice President EV Systems von Valmet Automotive. Der Umsatz mit Batteriemodulen und Batteriepacks lag 2023 bei etwa 1,1 Milliarden Euro, etwa 40 Prozent des Gesamtumsatzes im Unternehmen. Dieser Anteil soll bis 2030 auf deutlich mehr als die Hälfte wachsen.

In den finnischen Batteriewerken Salo und Uusikaupunki werden seit 2019 Module und Batterien produziert – bisher vor allem 48-Volt-Batterien für Hybridantriebe. Daneben gibt es auch eine selbst entwickelte modulare Batterieplattform für den Off-Highway-Bereich. Im dritten Batteriewerk in Kirchardt bei Heilbronn werden seit 2023 Akkus für einen Plug-in-Hybriden sowie eine 800-Volt-Batterie gefertigt (Anm. der Red.: vermutlich für Porsche). Aktuell hat Valmet schon mehr als zwei Millionen Batterien produziert, und der Zulieferer traut sich noch weit höhere Stückzahlen zu.