Öffentlicher Nahverkehr Autonomer Rufbus fährt in Mecklenburg-Vorpommern

Von Thomas Günnel 1 min Lesedauer

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Der Verkehrsverbund Ludwigslust-Parchim testet einen autonomen Rufbus. Ab Frühsommer 2026 sollen erste Fahrgäste mitfahren können.

Ab 2026 sollen erste Fahrgäste den autonom fahrenden Rufbus im Landkreis Ludwigslust-Parchim nutzen können.(Bild:  VLP)
Ab 2026 sollen erste Fahrgäste den autonom fahrenden Rufbus im Landkreis Ludwigslust-Parchim nutzen können.
(Bild: VLP)

In Mecklenburg-Vorpommern fährt demnächst der erste autonome Rufbus. In Hagenow, im Landkreis Ludwigslust-Parchim, erprobt die dortige Verkehrsgesellschaft ein Fahrzeug. Das berichtet die Ostsee Zeitung.Das Ziel sind demnach die Betriebserlaubnis und die Genehmigung für die vorgesehenen Betriebsbereiche – also für die definierten Einsatzgebiete.

Fahren soll der Bus perspektivisch in Parchim, Wittenburg und Hagenow, jeweils rund 30 bis 40 Kilometer südlich von Schwerin. Dafür haben der Verkehrsverbund und das Partnerunternehmen Motor AI seit Mai dieses Jahres digitale Karten erstellt. Diese beinhalten laut der Zeitung unter anderem Routen, Fahroptionen und virtuelle Haltepunkte.

Die Fahrzeuge sind außerdem laut des Verkehrsverbunds rund 6.000 Kilometer in der Region gefahren. „Wir kennen somit Betriebsbereiche, wo unser neues Fahrzeug auf bestimmten Straßen technisch fahren kann und GPS sowie ausreichend Netzabdeckung hat“, zitiert die Ostsee Zeitung den Geschäftsführer des Verkehrsverbundes, Stefan Lösel.

Regelbetrieb ab 2028 geplant

Ab spätestens Anfang Januar soll der Bus im regulären Betrieb und noch mit Sicherheitsfahrer fahren. Eine Betriebserlaubnis für den Bus des Verkehrsverbundes hat das Kraftfahrtbundesamt bereits ausgestellt. Bei den Tests geht es vor allem darum herauszufinden „wie gut Karten und Technik zusammenpassen“, zitiert die Zeitung Lösel.

Der Verbund-Chef rechnet damit, dass spätestens zum Frühsommer 2026 erste Fahrgäste testweise die Busse nutzen können. Insgesamt sollen im Landkreis fünf Rufbusse rollen. Ab dem Jahr 2028 könnte der Regelbetrieb beginnen, dann ohne Sicherheitsfahrer.

Die Technik im Bus

Damit der Bus autonom fahren kann, nutzt Motor AI nach eigenen Angaben einen mehrfach redundanten Sensorstapel aus Lidars, Radaren, Kameras, einer sogenannten Inertial Measurement Unit, die zum Beispiel Beschleunigungs- und Drehratensensoren enthält, und GPS.

Aus den Daten entsteht ein Bild der Verkehrssituation – das Modul zur Entscheidungsfindung greift darauf zurück. Das Fahrzeug kann sich laut Motor AI an die Umgebung anpassen, ohne Simulation und ohne vorher auf bestimmte Strecken trainiert worden zu sein.

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