Autonomes Fahren Hella und Tüv Rheinland entwickeln Softwaremodul mit Verkehrsregeln

Von Thomas Günnel 1 min Lesedauer

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Autonome Fahrzeuge müssen die Verkehrsregeln einhalten können. Damit das auch regional gelingt, entwickeln Hella und der Tüv Rheinland ein entsprechendes Modul.

Forvia und der Tüv Rheinland entwickeln ein Software-Modul für regionale Verkehrsregeln.(Bild:  TÜV Rheinland)
Forvia und der Tüv Rheinland entwickeln ein Software-Modul für regionale Verkehrsregeln.
(Bild: TÜV Rheinland)

Der Automobilzulieferer Hella und Tüv Rheinland entwickeln eine marktkonforme „Traffic Rule Engine“. Das Softwaremodul soll die jeweils geltenden lokalen Verkehrsvorschriften kennen – autonom fahrende Fahrzeuge mit SAE-Level 3 und höher sollen sich so regelkonform verhalten können. Fahrzeuge auf dieser Entwicklungsstufe könnten dann zumindest zeitweilig autonomes Fahren ermöglichen. „Fahrer können sich daher in bestimmten Situationen vom Straßenverkehr abwenden und anderen Dingen zuwenden. Die Verantwortung der Fahrzeugführung wird in diesem Modus vom Fahrer auf den Hersteller übertragen“, beschreibt der Prüfdienstleister in einer Mitteilung.

Das Softwaremodul soll die Aktionen des Fahrzeugs überwachen und basierend auf Sensor- und Kartendaten mit den aktuell geltenden Verkehrsregeln abgleichen. Abweichungen meldet das Modul in Echtzeit an das Fahrsystem. Die Software lässt sich laut Mitteilung mittels Over-the-Air-Update aktualisieren.

Software-Entwicklung bei Hella-Tochter

Die Entwicklung des Softwaremoduls übernimmt das Unternehmen Hella Aglaia. Dazu gehören die Verkehrsregeldatenbank und der Algorithmus, der die Regeln ausführt. Der Tüv Rheinland verantwortet die genehmigungsrelevanten Anforderungen an die Software der „Traffic Rule Engine“ und die Typgenehmigung automatisierter und autonomer Fahrzeuge.

Erstmals öffentlich vorgestellt wird die „Traffic Rule Engine“ auf der Consumer Electronics Show 2024 in Las Vegas. Anschließend wollen die Partner die Entwicklung auf Automobilhersteller ausweiten, beginnend in Europa und Nordamerika.

Wettbewerb aus Österreich

An einem ähnlichen Produkt arbeitet das österreichische Unternehmen Kontrol. Dessen Software liefert über eine Cloud geltende Verkehrsregeln und Gesetze in digitalisierter Form. Dabei werden die gesetzlichen Normen in konkrete technische Ansprüche und in eine maschinenlesbare Sprache überführt.

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