Rohstoffe Großes Batterie-Recyclingwerk entsteht in Deutschland

Von Thomas Günnel 1 min Lesedauer

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Das Recyclingunternehmen Cylib erhält eine Millionenförderung für den Aufbau einer Recyclingfabrik von Akkus aus E-Autos. Das Werk entsteht in Deutschland.

Cylib will im Jahr 2027 eine Batterie-Recyclingfabrik in Deutschland in Betrieb nehmen.(Bild:  Cylib)
Cylib will im Jahr 2027 eine Batterie-Recyclingfabrik in Deutschland in Betrieb nehmen.
(Bild: Cylib)

Das Batterierecycling-Unternehmen Cylib erhält 26,1 Millionen Euro Fördergeld. Mit dem Geld soll das Unternehmen eine der größten Lithium-Ionen-Batterierecyclinganlagen Europas errichten. Das Werk soll im Chempark Dormagen entstehen. Die Anlage wird Schwarzmasse verarbeiten und Rohstoffe wie Lithium, Graphit, Kobalt, Nickel und Mangan aus Lithium-Ionen-Batterien rückgewinnen.

Die Anlage soll im Jahr 2027 in Betrieb gehen. Bei voller Auslastung soll sie jährlich bis zu 140.000 Batterien von Elektrofahrzeugen verarbeiten. Das entspricht rund 60.000 Tonnen Altbatterien oder 20.000 Tonnen Schwarzmasse.

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OLiC-Prozess verspricht hohe Effizienz

Mit dem sogenannten „OLiC“-Prozess – „Optimised Lithium & Graphite Recovery“ – gewinnt Cylib nach eigenen Angaben über 90 Prozent der kritischen Materialien aus verbrauchten Batterien zurück. Er emittiert außerdem 80 Prozent weniger Kohlenstoffemissionen als die primäre Materialherstellung. Das Unternehmen will die proprietäre wasserbasierte Technik von der Pilotlinie in Aachen zur vollständigen industriellen Umsetzung skalieren.

Woher kommt das Geld?

Cylib erhält die Förderung aus dem EFRE/JTF-Programm der EU im Bundesland Nordrhein-Westfalen. „EFRE/JTF“ steht für den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und den Just Transition Fund. Die Förderung folgt einem ersten Engagement, das im November 2024 angekündigt wurde. Mit dem Geld soll das Unternehmen vor allem den Bau der ersten Phase der Industrieanlage finanzieren.

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