Kreislaufwirtschaft Vitesco und Kyburz: Batterie-Recycling in Sachsen

Von Thomas Günnel 1 min Lesedauer

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Vitesco und Kyburz wollen eine Batterie-Recyclinganlage in Limbach-Oberfrohna aufbauen. Kyburz bringt dafür ein neues Recyclingkonzept mit.

Ein Mitarbeiter an der Recycling-Pilotlinie von Kyburz im schweizerischen Freienstein.(Bild:  Kyburz Switzerland)
Ein Mitarbeiter an der Recycling-Pilotlinie von Kyburz im schweizerischen Freienstein.
(Bild: Kyburz Switzerland)

Kyburz Switzerland und Vitesco Technologies wollen am sächsischen Standort Limbach-Oberfrohna ein von Kyburz entwickeltes Recyclingverfahren für Lithium-Ionen-Batterien industrialisieren; und es damit wirtschaftlich und nachhaltig machen. Kyburz mit Sitz in der Schweiz fertigt elektrische Kleinstfahrzeuge, die unter anderem die schweizerische Post nutzt.

Kostengünstige Batterie-Chemien wie Lithium-Eisenphosphat oder Natrium-Ionen sind laut der Unternehmen herausfordernd für die etablierte Recyclingindustrie. Erst mit niedrigeren Prozesskosten seien solche Batterien kostendeckend recycelbar. Das bei Kyburz entwickelte direkte Recyclingverfahren ermöglicht das laut einer Mitteilung der Unternehmen. An seinem Stammsitz im schweizerischen Freienstein betreibt das Unternehmen seit dem Jahr 2020 eine erste entsprechende Anlage.

Wie funktioniert das Recycling-Konzept von Kyburz?

Laut Unternehmen lassen sich mit dem Recyclingverfahren ohne Chemikalien bis zu 91 Prozent der Rohstoffe zurückgewinnen. Es hat laut Kyburz fünf Schritte:

  • Entladen: Die Zellen werden schonend und optimal entladen.
  • Auftrennen: Der Gehäusedeckel der Batteriezellen wird entfernt, das Zellpaket bleibt unbeschädigt. Beim Schreddern wird hingegen die Struktur der Zelle verändert, schreibt Kyburz.
  • Ausblasen: Das Elektrodenpaket wird mittels Druckluft durch ein Loch im Boden des Zellpakets gedrückt.
  • Abwickeln: Das gewickelte Zellpaket wird über mehrere Rollen gelenkt. So trennen sich Aluminium- und Kupferfolien vom Separator.
  • Reinigung: In einem Wasserbad werden Graphit und Metalloxid von den Aluminium- und Kupferfolien getrennt.

Kyburz hat das Verfahren nach eigenen Angaben bewusst nicht patentieren lassen. Das Know-how steht laut Unternehmen allen Interessenten zur Verfügung.

Perspektive für Standort in Sachsen

Am Standort in Limbach-Oberfrohna fertigt Vitesco aktuell Dieselinjektoren. Die Produktion wird bis 2028 auslaufen. Nachhaltiges Batterierecycling könnte eine Perspektive für den Standort sein, um langfristig Arbeitsplätze zu sichern.

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