Batterieduell mit China Batteriezellen aus Europa: So kann es gelingen

Von Mario Hommen/SP-X 1 min Lesedauer

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Trotz technologischem Rückstand sieht ein Batterie-Experte neue Chancen für Europas Zellfertigung. Was bisher fehlt? Der Wille, das Thema auf breiter Ebene zu entwickeln.

Northvolt gehörte zu den ambitionierten Versuchen, eine Zellproduktion in Europa zu etablieren. Aktuell will ein amerikanisches Unternehmen den insolventen Batteriehersteller kaufen.(Bild:  Northvolt)
Northvolt gehörte zu den ambitionierten Versuchen, eine Zellproduktion in Europa zu etablieren. Aktuell will ein amerikanisches Unternehmen den insolventen Batteriehersteller kaufen.
(Bild: Northvolt)

Trotz des chinesischen Vorsprungs bei Batterietechnologien sieht Simon Lux von der Universität Münster und dem Fraunhofer-Institut Forschungsfertigung Batteriezelle gute Chancen für Europa, aufzuholen. In einem Gespräch mit der Zeitschrift Auto Motor und Sport erklärte Lux, dass es in Europa jedoch an einem starken Generalunternehmer fehle, der komplette Batteriefabriken errichten könne.

China verfolgt Gesamtstrategie bei Batterien

Laut Lux ist der Abstand zu China im Fall von NMC-Batteriezellen sogar gering, bei LFP-Zellen und Festkörperbatterien liege dieser jedoch bei drei bis fünf Jahren. Der Vorsprung Chinas beruhe auf einer seit über 15 Jahren verfolgten Gesamtstrategie, die vom Rohstoffabbau bis zur Fahrzeugproduktion reiche. Zudem hätten westliche Hersteller das Potenzial der von ihnen mitentwickelten LFP-Technologie lange unterschätzt.

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Lux bleibt dennoch optimistisch: Europa verfüge über gut ausgebildete Fachkräfte, jahrzehntelanges Knowhow und moderne Produktionsanlagen. Für den Anschluss seien nun Unternehmergeist, Investitionen, staatliche Unterstützung und der Aufbau eines integrierten europäischen Wertschöpfungsnetzwerks entscheidend.

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