Überkapazität Bertrandt baut in Deutschland Arbeitsplätze ab

Von Sven Prawitz 1 min Lesedauer

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Der Entwicklungsdienstleister will in Deutschland bis zu 1.200 Stellen abbauen. Betroffen ist vor allem ein Standort in Niedersachsen.

Der Dienstleister Bertrandt will in Deutschland bis zu 1.200 Stellen abbauen.(Bild:  Bertrandt)
Der Dienstleister Bertrandt will in Deutschland bis zu 1.200 Stellen abbauen.
(Bild: Bertrandt)

Bertrandt will 800 bis 1.200 Arbeitsplätze über alle Unternehmensbereiche hinweg abbauen. Ein Teil der Stellen sei in den vergangenen Monaten bereits gestrichen worden. Insbesondere trifft diese Maßnahme laut Unternehmensangaben den Standort in Tappenbeck (bei Wolfsburg). Dort sollen etwa 600 Mitarbeiter betroffen sein. 

Noch im Februar wurde im Rahmen der Bilanzpressekonferenz verkündet, dass die Zahl der Beschäftigten im Konzern um 1.000 auf 14.400 Mitarbeiter (Stand: 31.12.2023) gestiegen war. Ende Juli hatte der Vorstand der Bertrandt AG die Prognose für das laufende Geschäftsjahr jedoch gesenkt und ein Programm gestartet, das Kosten sparen soll. „Zielsetzung des Programms ist es, bereits im kommenden Geschäftsjahr 2024/2025 einen zweistelligen Millionen-Euro-Betrag einzusparen und mittelfristig eine EBIT-Marge in Höhe von sechs bis neun Prozent zu erreichen“, sagte Markus Ruf, Mitglied des Vorstands Finanzen der Bertrandt AG, im Sommer. 

Internationale Zusammenarbeit wird wichtiger

Man habe mit einer „veränderten Vergabepolitik“ gerechnet, wird Michael Lücke, Vorstand Vertrieb der Bertrandt AG, nun zitiert. Die Geschwindigkeit, mit der die Aufträge wegbrechen sei nicht absehbar gewesen. „Die fehlenden Kapazitätsabrufe in Deutschland können wir kurz- oder mittelfristig nicht ohne Gegenmaßnahmen kompensieren.“

Einen höheren Stellenwert soll nun die Zusammenarbeit über Landesgrenzen hinweg bekommen. Bei Bertrandt arbeite man weiter an der internationalen Positionierung des Unternehmens. Hier sieht der Konzern gute Chancen für Wachstum.

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