Bilanz Sondereffekte bringen Bertrandt in die Verlustzone

Von Sven Prawitz 1 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Der Entwicklungsdienstleister hat vorläufige Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr präsentiert. Bei gestiegenem Umsatz drücken die bereits eingeleiteten Sparmaßnahmen die Bilanz ins Minus.

Bertrandt gründete ein neues Beratungsunternehmen.(Bild:  Bertrandt)
Bertrandt gründete ein neues Beratungsunternehmen.
(Bild: Bertrandt)

Bertrandt hat seine vorläufigen, nicht geprüften Zahlen für das Geschäftsjahr 2023/2024 veröffentlicht. Der Umsatz im Berichtszeitraum um knapp 30 Millionen Euro auf insgesamt knapp 1,19 Milliarden Euro gestiegen. Das kommunizierte EBIT ist nicht nur deutlich zurückgegangen, sondern mit fast 100 Millionen Euro im Minus (2023: 50 Mio. €).

Das Unternehmen führt das, im Vergleich zum Vorjahr, schlechtere Ergebnis unter anderem auf den angekündigten Personalabbau sowie Wertberichtigungen auf Vermögenswerte zurück. Die Einmalaufwendungen beziffert Bertrandt mit 115 Millionen Euro. Wie der Dienstleister mitteilt, liegt das Ergebnis nach Ertragsteuern im Geschäftsjahr 2023/2024 bei etwa -78 Millionen Euro (30 Mio. €).

Die Umsatzentwicklung der Bertrandt AG.(Bild:  Statista)
Die Umsatzentwicklung der Bertrandt AG.
(Bild: Statista)

Weitere Kennzahlen des Bertrandt-Konzerns im Geschäftsjahr 2023/2024:

  • Umsatz: 1,186 Milliarden Euro (1,157 Mrd. €).
  • EBIT: -98 Millionen Euro (50 Mio. €).
  • Free Cashflow: etwa 50 Millionen Euro (7,1 Mio. €).
  • Investitionen: etwa 20 Millionen Euro.
  • Dividendenvorschlag: 0,25 Euro je Aktie

Robustes EBIT als Ziel

„Bertrandt hat sich auf die veränderte Vergabepolitik bereits eingestellt. Allerdings war nicht abzusehen, dass diese so dynamisch erfolgt“, beschreibt Michael Lücke, Vorstand Vertrieb der Bertrandt AG, die momentane Situation.

Das Kapital für die Restrukturierung will das Management aus der Substanz des Unternehmens finanzieren. Der Vorstand will 70 bis 90 Millionen Euro jährlich einsparen. Das Ziel ist eine mittelfristige EBIT-Marge von sechs bis neun Prozent, die voraussichtlich ab dem Geschäftsjahr 2025/2026 erreicht werden kann, wird Markus Ruf, Mitglied des Vorstands Finanzen, in der Mitteilung zitiert.

(ID:50239640)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung