Netzausbau Machbarkeitsstudie für E-Autos als Teil der Energieversorgung

Von Sven Prawitz 1 min Lesedauer

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E-Autos, die bidirektional Laden können gibt es bereits. Sie könnten damit die lokale Energieversorgung unterstützen. Wie das funktioniert untersucht nun eine Projektgruppe in Kassel.

Der Polestar 3 kann bidirektional Laden und wird deshalb für das Vehicle-to-Grid-Projekt genutzt.(Bild:  Polestar)
Der Polestar 3 kann bidirektional Laden und wird deshalb für das Vehicle-to-Grid-Projekt genutzt.
(Bild: Polestar)

In Kassel ist ein Proof of Concept für bidirektionales Laden, Vehicle-to-Grid, V2G, gestartet worden. Es handelt sich um ein Gemeinschaftsprojekte von NTT Data, dem Energieversorger EAM, Grid & Co. sowie T&B Consulting. Es soll untersucht werden, wie ein Elektroauto das Energieversorgungsnetz stützen kann.

Der Projektansatz wurde vor dem Hintergrund volatiler Energiequellen wie Sonne und Wind und dem notwendigen Netzausbau gewählt. Es soll untersucht werden, wie die Hochvoltspeicher von E-Autos genutzt werden können, um Investitionen in die Netzinfrastruktur zu reduzieren. Bidirektionales Laden könnte dabei ein entscheidender Faktor für Netzbetreiber, Energieversorger und Konsumenten sein, heißt es in einer Mitteilung von NTT.

Der Schwerpunkt des Projekts liege auf Vehicle-to-Grid, der Energieabgabe aus Akkus von Elektro- und Hybridautos zurück in das öffentliche Stromnetz. Zum Beispiel sollen Lastspitzen abgefangen werden und neue Geschäftsmodelle für die Aggregation und das Handeln mit den flexiblen Speichern am Energiemarkt untersucht werden. Die Projektpartner wollen Wege aufzeigen, vorhandene erneuerbare Energie maximal zu nutzen.

Die Projektziele

  • Engpassmanagement: Kostenreduktion für Netzverstärkung
  • Grid-/Balance-Management: Reduktion von Lastspitzen durch V2G und intelligentes Laden
  • standardisierte Steuerbarkeit: Ansteuerung von Serienfahrzeugen über die Wallbox
  • neue Energietarifmodelle: Testen neuer Modelle, um die Ladekosten für geteilte und private Elektrofahrzeuge zu senken
  • Analyse des Einsatzes von virtuellen Kraftwerken und Energie-Clouds: technische und wirtschaftliche Umsetzbarkeit sowie Schaffung dedizierter Energie-Clouds

Teil des Projekts ist ein Polestar 3. Das Modell besitzt eine V2G-Lademöglichkeit, für AC- und DC- Laden, und nutzt eine gut 110 Kilowattstunden große Batterie. Laut Mitteilung könnte der komplett geladene Akku einen Vier-Personen-Privathaushalt im Notfall bis zu einer Woche autark mit Energie versorgen. Dabei wird von einem Jahresverbrauch von 4.000 kWh ausgegangen. Pro Woche entspricht das im Schnitt 77 kWh.

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