Fahrbericht

BMW 4er Coupé: Die Lücke ist geschlossen

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Vier Zylinder sorgen für ausreichend Fahrspaß

Der Wunsch das Fahrzeug sportlich zu bewegen, wurde nach dem Druck des Start-Knopfes nochmals verstärkt. Und das, obwohl kein blubbernder Sechs- sondern ein trotzdem Stärke ausstrahlender Vierzylindermotor, mit zwei Liter Hubraum und Turboaufladung, eine Leistung von 245 PS generiert. Die Kraftübertragung an die Hinterräder erledigte eine äußerst souveräne Achtstufen-Automatik.

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Das Beschleunigungsvermögen des 428i ließ trotz des Gewichts von 1.573 Kilogramm keinen Leistungsmangel erkennen. Gerade in den per Knopfdruck wählbaren Fahrmodi Sport und Sport+ kam der Eindruck auf, dass jenseits der elektronisch begrenzten Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h noch einiges möglich wäre. Das Aggregat wirkte durchweg drehfreudig und bot insbesondere in den sparsameren Modi Eco und Comfort einen sehr annehmbaren Kraftstoffverbrauch. Im Durchschnitt benötigte der 4er etwa 8,0 Liter auf 100 Kilometer.

Präzise wie ein Skalpell

Etwas überraschend war, dass man bei hohen Geschwindigkeiten die Wind-, Fahrwerks- und Abrollgeräusche deutlich wahrnehmen konnte. Eine Schwäche, die man sonst von BMW nicht gewohnt ist. Dafür punktete das Coupé aber wieder sehr deutlich beim Thema Fahrdynamik. Kurvenreiche Strecken sind das Terrain des 4ers, der durch eine äußerst präzise Lenkung beste Handling-Eigenschaften aufwies. Und auch die Bremsanlage überzeugte BMW-typisch im Test.

Mit dem BMW 4er haben die Münchner ein neues Kapitel aufgeschlagen, das durchweg überzeugte. Optisch elegant und technisch ausgereift bietet das Fahrzeug einen tollen Kompromiss für jene die sich gerne dezent abheben und trotzdem nicht komplett auf Alltagstauglichkeit verzichten wollen. Das hat allerdings auch seinen Preis: Mit entsprechender Ausstattung werden für den sportlichen Gleiter schnell 50.000 Euro aufgerufen.

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