Batterieproduktion BMW beginnt Bau von Batteriewerk in Niederbayern

Von Thomas Günnel 2 min Lesedauer

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BMW hat mit dem Bau der Batteriefabrik in Niederbayern begonnen. Die Produktionsanlagen will der Autohersteller im kommenden Jahr installieren.

BMW hat mit dem Bau einer Batteriefabrik in Niederbayern begonnen.(Bild:  BMW)
BMW hat mit dem Bau einer Batteriefabrik in Niederbayern begonnen.
(Bild: BMW)

BMW hat mit dem Bau des Produktionsstandorts für Hochvoltbatterien in Niederbayern begonnen. Das Werk in Irlbach-Straßkirchen östlich von Deggendorf ist eines von fünf, das der Autohersteller weltweit errichten will. Ende dieses Jahres soll das Produktionsgebäude mit Fassade und Dach geschlossen sein. Im kommenden Jahr will BMW die Produktionsanlagen installieren.

Das Werk entsteht auf einer Grundfläche von 300 mal 500 Metern. Laut BMW sind beim Bau vor allem lokale Firmen eingebunden. Das offizielle Baurecht für das Werk hatte BMW im April 2024 erhalten. Es folgte eine Bürgerinitiative, in der sich letztlich aber die Mehrheit für das Batteriewerk entschied.

Eine Grundbedingung für den Erhalt des Baurechts war der schonende und sorgsame Abtrag des fruchtbaren Oberbodens. 75.000 Kubikmeter Humus von rund 25 Hektar Fläche wurden laut BMW zu Kies- und Tongruben in den Landkreisen Straubing-Bogen, Deggendorf und Regensburg transportiert. In vier dieser Gruben entstehen dadurch insgesamt 34 Hektar neue Rekultivierungsflächen für die landwirtschaftliche Nutzung.

Erdboden von der Baustelle für andere Projekte

Im Mai und Juni holten Anwohnerinnen und Anwohner mehr als 5.000 Tonnen Humus kostenlos ab. Weitere 600 Kubikmeter Oberboden bilden den Wiesengrund rund um die neu entstehende Kindertagesstätte in der Nachbargemeinde Oberschneiding. Ein Fußballplatz in Straßkirchen ist ein weiteres Beispiel für die Verwendung des Bodens vom Baugrundstück.

Mehr als 150.000 Kubikmeter Humus von der weiteren Fläche des ersten Bauabschnitts will BMW bis in den Spätsommer auf dem Gelände des geplanten zweiten Bauabschnitts zwischenlagern – und ihn Landwirten nach der Ernte 2024 übergeben. Mehr als 50 regionale Betriebe haben sich laut BMW bereits angemeldet. Um den Humus zu nutzen, müssen die Unternehmen „eine sinnvolle Weiterverwendung“ nachweisen.

Details zum Bau des Batteriewerks

Der laut BMW relativ weiche Unterboden am Standort wurde durch Einfräsen eines Kalk-Zement-Gemisches tragfähig. Die Stützen des Werkes bilden gemeinsam mit 2.500 Fachwerkträgern aus Stahl die Struktur, anschließend folgen Fassade und Dach und das Schließen des Gebäudes.

Eine vorläufige Visualisierung des fertigen Batteriewerks in Irlbach-Straßkirchen.(Bild:  BMW)
Eine vorläufige Visualisierung des fertigen Batteriewerks in Irlbach-Straßkirchen.
(Bild: BMW)

Für den Bau nutzt BMW vorgefertigte Bauteile. Silvia Meyer leitet den Neubau. „So sparen wir Zeit und können das Gebäude schneller errichten als in konventioneller Bauweise, bei der die Bauteile direkt an der Baustelle hergestellt werden“, beschreibt sie.

Der Baubeginn für die Versorgungsgebäude soll noch im Sommer 2024 sein. Energiezentrale, Servicezentrum und die Feuerwehr entstehen als freistehende Objekte südlich des Produktionsgebäudes. In der standorteigenen Werkfeuerwehr werden laut BMW mehr als 20 hauptamtliche Einsatzkräfte arbeiten.

Wegen der großen Aufmerksamkeit, die das Werk schon vor dem Bau auf sich zog, hat BMW auf der Baustelle einen Info-Container aufgestellt. Hier können alle Interessierten Fragen stellen und sich über die Entwicklungen auf der Baustelle informieren. Einmal monatlich soll es hier künftig einen direkten Austausch geben.

Die Termine gibt es auf Facebook oder bei BMW.

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