Schlaganfall und Herzinfarkt Gesundheitschecks im Auto

Von Peter Maahn/SP-X 1 min Lesedauer

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BMW und die Berliner Charité wollen Schlaganfälle oder Herzinfarkte im Auto vorhersagen. Erste Tests laufen bereits.

BMW und die Berliner Charité wollen gemeinsam Schlaganfälle oder Herzinfarkte im Auto frühzeitig erkennen.(Bild:  BMW)
BMW und die Berliner Charité wollen gemeinsam Schlaganfälle oder Herzinfarkte im Auto frühzeitig erkennen.
(Bild: BMW)

Künftig sollen moderne Gesundheits-Technologien einen drohenden Schlaganfall oder Herzinfarkt hinter dem Lenkrad automatisch erkennen und frühzeitig vorhersagen. Das Fahrzeug wird im Notfall automatisch sicher am Straßenrand zum Stehen gebracht, gleichzeitig wird Hilfe geholt und die nächstgelegene Klinik alarmiert. „Gemeinsam mit BMW wollen wir herausfinden, mit welchen Technologien gesundheitliche Auffälligkeiten von Fahrer oder Fahrerin im Alltagsbetrieb am zuverlässigsten erkannt werden können“, sagt Dr. Alexander Meyer. Der Professor für Künstliche Intelligenz ist auch Chef am deutschen Herzzentrum der Charité.

Um die Daten der Testperson zu erfassen, wird die Herz- oder Atemfrequenz eines Menschen am Steuer gemessen, teilweise sogar ohne Körperkontakt. So können unter Alltagsbedingungen medizinisch relevante Daten fortlaufend und wiederholbar gewonnen werden. Die Innenkamera kann Echtzeitbilder an eine Leitstelle in der Charité senden, den Ärzten einen optischen Eindruck eines Patienten in Not vermitteln und eine Sprechverbindung über ein am Gurt montiertes Mikrofon herstellen.

Testphase mit 150 Probanden

Die erste Testphase ist bereits angelaufen, insgesamt sollen 150 Probanden daran teilnehmen. Darunter sind gesunde Personen und solche mit erhöhtem Infarkt- oder Schlaganfall-Risiko oder mit Vorerkrankungen. Dabei liegt der Schwerpunkt in der Altersklasse ab 50 Jahren, in der erfahrungsgemäß die Häufigkeit medizinischer Notfälle am größten ist. Die Messungen sollen unter realitätsnahen Bedingungen im Stand und im Stadtverkehr durchgeführt werden. Besonders kritische oder herausfordernde Verkehrssituationen simulieren die Partner auf einem Testgelände.

Die ersten Ergebnisse werden Ende dieses Jahres erwartet. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse sollen in Fahrzeugfunktionen und gesundheitsfördernde Programme im Auto überführt werden. Dabei ist die Grundidee nicht neu, das Auto in eine Art Gesundheitszentrum zu verwandeln. Ford, Kia, Nissan, Toyota oder Volkswagen arbeiten an ähnlichen Konzepten.

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