Energie BMW bindet Werk Leipzig an Wasserstoff-Pipeline an

Von Thomas Günnel 1 min Lesedauer

BMW will den Standort Leipzig an eine Wasserstoff-Pipeline anbinden. Ab Mitte 2027 soll das Gas strömen.

Das BMW-Werk Leipzig soll ab Mitte 2027 Wasserstoff per Pipeline erhalten. Die Verträge unterschrieben haben (v.l.): Petra Peterhänsel, Leiterin des Werks; Christian Rosin, Leiter Realisierung/Betrieb Mitnetz Gas; und Ralph Bahke, Geschäftsführer Steuerung und Entwicklung Ontras Gastransport.(Bild:  BMW)
Das BMW-Werk Leipzig soll ab Mitte 2027 Wasserstoff per Pipeline erhalten. Die Verträge unterschrieben haben (v.l.): Petra Peterhänsel, Leiterin des Werks; Christian Rosin, Leiter Realisierung/Betrieb Mitnetz Gas; und Ralph Bahke, Geschäftsführer Steuerung und Entwicklung Ontras Gastransport.
(Bild: BMW)

BMW will das Werk in Leipzig an eine Wasserstoff-Pipeline anbinden. Es wäre damit die weltweit erste Automobilfertigung mit einer derartigen Versorgung mit dem Gas. Vertreter des Autoherstellers haben dafür laut einer Mitteilung Verträge unterschrieben mit Mitnetz GAS und Ontras Gastransport. Mitnetz Gas soll eine circa zwei Kilometer lange Anschlussleitung bauen: vom Werk zum künftigen Wasserstoff-Kernnetz; inklusive Gasdruckregel- und Messanlage. Ontras sichert den Netzanschluss zu. Ab Mitte 2027 soll Wasserstoff durch die Leitung strömen.

Die bisherige Wasserstoff-Lieferung per Lkw in Druckflaschen ist dann hinfällig. „Durch die Versorgung mit einer Pipeline können wir Wasserstoff künftig in völlig neuen Dimensionen einsetzen. Das gilt vor allem für unsere energieintensiven Prozesse wie die Trockner in der Lackiererei“, erklärt Petra Peterhänsel, Leiterin des Leipziger Werkes.

Lange Erfahrung mit Wasserstoff am Standort

Am Standort nahm BMW schon im Oktober 2022 weltweit erstmals einen brennstoff-flexiblen Brenner in der Lackiererei in Betrieb. Aktuell verfügt die Lackiererei über elf bivalente Brenner. Diese verbrennen Erdgas oder Wasserstoff. Seit dem Jahr 2013 fahren außerdem Gabelstapler und Routenzugschlepper mit Wasserstoff-Brennstoffzellenantrieb in der Intralogistik des Werkes. Inzwischen sind es 230 Fahrzeuge – laut BMW die größte derartige Flotte in Europa. Den Wasserstoff beziehen die Fahrzeuge von neun Tankstellen in den Werkhallen. 

Das Wasserstoff-Kernnetz

Das Wasserstoff-Kernnetz ist eine deutschlandweit geplante Infrastruktur von circa 9.000 Kilometern Wasserstoffleitungen. Diese soll bis 2032 schrittweise in Betrieb genommen werden und Deutschland an das überregionale Wasserstoffnetz anbinden.

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