BMW wird Ende 2025 mit der neu konzipierten Architektur „Neue Klasse“ mehrere Elektromodelle auf die Räder stellen. Vorerst sind sechs Fahrzeuge geplant. Der Sprung zu heute soll gewaltig sein.
BMW will basierend auf der Neuen Klasse sechs Modelle auf den Markt bringen.
(Bild: Alex Rank)
Als BMW vor zehn Jahren den i3 auf den Markt brachte, verkörperte der elektrische Kleinwagen eine Revolution in der Automobilbranche. Neues Konzept, neuer Antrieb, neue Werkstoffe, neue Produktion, neues Design. Das alles verbunden mit einem nachhaltigen Denkansatz. Der i3 galt damals als fortschrittlichstes Auto der Welt. Kein Wettbewerber hatte Ähnliches zu bieten.
Mit der Neuen Klasse dürfte sich ab Ende 2025 das Szenario wiederholen. Erneut schickt BMW ein Elektroauto an den Start, das sich wieder eklatant vom Rest der Autowelt abhebt. Man könnte denken, die Designer hätten mehrere Generationen übersprungen.
Die Neue Klasse nimmt Bezug zu ihrem Namensvetter aus den 60er-Jahren. Damals läutete die Neue Klasse mit der Limousine BMW 1500 einen Neustart der weiß-blauen Marke ein und legte das Fundament für eine Erfolgsstory mit den Baureihen 02, 3er und 5er.
Deutlich geringerer Stromverbrauch
Die neue Neue Klasse steht bei BMW für den Wandel zu einer elektrischen und digitalen Mobilität. Entwickelt wurde hierfür eine dezidierte 800-Volt-Elektroarchitektur. Kernstück ist ein neuer Hochvoltspeicher, der nicht nur auf eine Modulbauweise und eigene Bodenplatte verzichtet, sondern auch von prismatischen auf zylindrische Batteriezellen umschwenkt.
Sie werden direkt in die Karosserie integriert. Vorteil: besseres Package, niedrigere Bauhöhe, höhere Energiedichte. „Zudem bleiben wir flexibel für spätere Updates in Sachen Batterietypen und Zellchemie“, sagt Projektleiter Mike Reichelt. Die Ladeleistung beträgt bis zu 350 kW, in nur zehn Minuten sollen 300 Kilometer nachgeladen werden können. Debütieren wird in der Neuen Klasse die 6. Generation des BMW-E-Drive. Es ist gegenüber dem heute eingesetzten System leichter, kompakter und laut Mike Reichelt um über 40 Prozent kostengünstiger.
Zusätzlich sollen sekundäre Effekte wie Luft- und Rollwiderstand, niedriges Gesamtgewicht und ein intelligentes Thermo-Management zur guten Effizienz beisteuern. Avisiert werden bis zu 25 Prozent weniger Stromverbrauch im Vergleich zum heutigen iX3 und minus 20 Prozent gegenüber dem i4. Das klingt nach Best-in-Class-Werten.
Architektur für das gesamte Portfolio
Die Neue Klasse stellt das größte Investment der Unternehmensgeschichte von BMW dar. Die Elektro-Architektur ist so konzipiert, dass sie das gesamte Portfolio abdecken kann. Innerhalb der ersten zwei Jahre nach dem Debüt sollen sechs Modelle auf der Straße sein.
Der Start erfolgt in den Kernbaureihen. Aus dem komplett neuen Werk Debrecen in Ungarn kommt Ende 2025 das Mittelklasse-SUV iX3, in der Designsprache der Konzeptlimousine „Vision Neue Klasse“ nicht unähnlich.
Dies lässt den Schluss zu, dass es keine Elektroversion mehr vom neuen X3 geben wird, der dieses Jahr debütiert. Den heutigen iX3 lässt BMW parallel weiterlaufen, mindestens bis weit ins Jahr 2025, um die Produktionslücke zum neuen iX3 möglichst kurz zu halten.
Im Jahr 2026 steht das Debüt der Neuen Klasse als Limousine an. Sie rollt zunächst vom Band im Stammwerk München, das derzeit für 650 Millionen Euro umgerüstet wird. Etwas später wird BMW das Mittelklasse-Modell auch in Mexiko und China produzieren. In China erfolgt auch die Fertigung einer verlängerten iX3-Version. Vermutlich noch ebenfalls 2026 dürfte BMW in Debrecen die Coupé-Variante iX4 startklar haben.
Aus München wird im Jahr darauf der Touring erwartet. Der Kombi wäre dann die Nummer fünf der Neuen-Klasse-Familie. Beim sechsten Modell handelt es sich vermutlich um ein Kompakt-SUV, das auf den heutigen iX1 folgt.
Ausbaustufen für Rolls-Royce und die M GmbH
Das Ende der Fahnenstange ist damit längst nicht erreicht. Luft nach oben und unten hat BMW noch reichlich. Im City-Car-Segment ist ein Nachfolger des i3 durchaus wieder denkbar, als kommende 1er-Generation.
In der Luxusklasse stehen die Ablösung der 8er-Baureihe und des X7 an. Letzterer könnte alternativ die neue Generation der Brennstoffzellen-Technologie nutzen, die BMWs Partner Toyota ab 2026 einsatzbereit haben will.
Stand: 08.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel Communications Group GmbH & Co. KG, Max-Planckstr. 7-9, 97082 Würzburg einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden. Dies gilt nicht für den Datenabgleich zu Marketingzwecken.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.
Auch Rolls-Royce soll von der Architektur der Neuen Klasse profitieren. Und natürlich wird die Performance-Tochter M GmbH das Potenzial nutzen. CEO Franciscus van Meel kündigte bereits einen M3 als leistungsmäßig höchste Ausbaustufe an. Die Powerlimousine soll Freude am Fahren auf ein nie gekanntes Niveau bringen.
Modellbezeichnungen für die Neue Klasse
Mit Einführung der Neuen Klasse steht aller Voraussicht nach eine neue Nomenklatur auf der Agenda, um die Kunden beim Übergang ins Elektrozeitalter nicht unnötig zu verwirren. Je nach Ausprägung könnte die Strom-Limousine dann beispielsweise i320 oder i330 heißen, während die Verbrenner der nächsten 3er-Baureihe schlicht als 320 und 330 fahren – ohne nachgestelltes i oder Diesel-d. Beim SUV böte sich entsprechend iX320 und iX330 an.