China BMW-Partner Brilliance erwägt Anteilsverkauf

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Seit Jahren hat der chinesische BMW-Partner Brilliance finanzielle Probleme. Auf das Gemeinschaftsunternehmen hat sich das bisher kaum ausgewirkt.

BMW hält an seinem Joint-Venture in China 75 Prozent. Partner Brilliance sucht offenbar einen Käufer für seine Anteile.(Bild:  BMW)
BMW hält an seinem Joint-Venture in China 75 Prozent. Partner Brilliance sucht offenbar einen Käufer für seine Anteile.
(Bild: BMW)

Der Haupteigentümer des chinesischen BMW-Partners Brilliance China Automotive prüft Kreisen zufolge einen Anteilsverkauf am Gemeinschaftsunternehmen mit dem deutschen Autobauer. Vorläufige Gespräche hätten mit lokalen Autobauern stattgefunden, darunter etwa der VW-Partner FAW, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Montag unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Gespräche liefen weiter, ein Zustandekommen eines Deals sei aber unsicher, hieß es weiter. Am Joint-Venture BBA hält BMW seit der Mehrheitsübernahme vor knapp zwei Jahren drei Viertel der Anteile, der Rest gehört dem Partner Brilliance.

Brilliance Holding mit finanziellen Problemen

Die Konzernmutter von Brilliance China, die Brilliance Auto Group Holdings steht seit mehreren Jahren finanziell unter Druck. Im Jahr 2020 konnte das Unternehmen Schulden nicht zurückzahlen. Aufseher hatten dem Unternehmen zudem wegen fehlerhafter Rechnungslegung Bußen aufgebrummt. Vergangenes Jahr sprang die lokale Regierung der chinesischen Megacity Shenyang ein, um in einer Restrukturierung Verbindlichkeiten von Brilliance China und rund 30 Prozent der Anteile an der Firma zu übernehmen.

In Shenyang produziert das Gemeinschaftsunternehmen BBA in mehreren Werken BMW-Autos aus sieben Modellreihen, die jährliche Produktionskapazität liegt bei 830.000 Fahrzeugen. Bei BBA arbeiten circa 26.000 Menschen. Die Behörden von Shenyang bestritten, von einem Plan zum Anteilsverkauf Bescheid zu wissen. Sprecher von Brilliance China und FAW äußerten sich zunächst nicht, auch BMW wollte die Informationen nicht kommentieren.

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