Wirtschaft

BMW verlängert Zusammenarbeit mit Brilliance

| Redakteur: Sven Prawitz

Harald Krüger (Vorstandsvorsitzender der BMW AG, rechts) mit Parteisekretär Chen Qiufa (CPC Liaoning Committee, links).
Harald Krüger (Vorstandsvorsitzender der BMW AG, rechts) mit Parteisekretär Chen Qiufa (CPC Liaoning Committee, links). (Bild: Rainer Häckl/BMW)

BMW baut sein Engagement in China aus. Der OEM hat den Joint-Venture-Vertrag mit Brilliance vorzeitig bis zum Jahr 2040 verlängert. Zusätzlich will BMW für 3,6 Milliarden Euro seinen Anteil am Gemeinschaftsunternehmen von 50 auf 75 Prozent erhöhen.

Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 15-jährigen Jubiläum von BMW Brilliance Automotive BBA verlängerten BMW und Brilliance China Automotive (CBA) den Vertrag für ihr Joint Venture vorzeitig. Die Vertragsverlängerung gilt für 22 Jahre (von 2018 bis 2040). BMW beabsichtigt zudem, den Anteil an BBA von derzeit 50 Prozent auf 75 Prozent zu erhöhen. Laut dpa (Deutsche Presseagentur) zahlt der OEM 3,6 Milliarden Euro für die zusätzlichen Anteile. Eine entsprechende Vereinbarung haben die Partner heute (11. Oktober) unterzeichnet. Diese steht unter dem Vorbehalt behördlicher Genehmigungen sowie der Zustimmung der CBA Aktionärsversammlung.

Umfangreiche Investitionen

Gleichzeitig kündigte das Joint Venture an, in den kommenden Jahren über drei Milliarden Euro in neue und bestehende Werkstrukturen in Shenyang (China) zu investieren: Im Stadtbezirk Tiexi soll ein neues Werk auf dem bestehenden Werksgelände die Kapazität des Standorts verdoppeln. Weitere Um- und Ausbauten betreffen das benachbarte Werk Dadong.

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Die Struktur des Werks soll – bei gleichbleibender Produktionskapazität – sukzessive auf künftige BMW-Modellvarianten und das erwartete Marktwachstum ausgebaut werden. In der Folge werden die BBA-Werke ab Anfang der 2020er Jahre das jährliche Produktionsvolumen von BMW Automobilen schrittweise auf 650.000 Einheiten steigern – heißt es in einer Pressemitteilung des bayerischen OEMs. Dabei sollen 5.000 neue Arbeitsplätze entstehen.

Lokale Produktion und Batteriefabrik

BMW baut seit 2003 zusammen mit Brilliance in Shenyang Autos. Bisher hielt BMW 50 Prozent, Brilliance hält nach dpa-Angaben 40,5 Prozent. Die restlichen 9,5 Prozent liegen bei der Stadt Shenyang. 2017 liefen in den BBA Werken Tiexi und Dadong nach Unternehmensangaben insgesamt rund 400.000 Fahrzeuge vom Band. Aktuell entstehen sechs BMW-Modelle in Shenyang: Das Werk Tiexi produziert die BMW 1er Limousine, den BMW 2er Active Tourer, die BMW 3er Limousine (inklusive Langversion) und den BMW X1 (inklusive Plug-in Hybrid-Version). Im Werk Dadong werden die BMW 5er Limousine (inklusive Plug-in Hybrid-Version) und der BMW X3 hergestellt.

Von 2020 an läuft im Werk Dadong zudem der vollelektrische BMW iX3 vom Band. Das Fahrzeug soll ausschließlich in China gefertigt und weltweit exportiert werden. Zusätzlich zu den beiden Automobilwerken betreibt BBA seit einem Jahr in Tiexi eine eigene Batteriefabrik.

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