Forschungsprojekt FSCM Nachhaltige Materialien auf dem Weg in die Serie

Von Tina Rumpelt 5 min Lesedauer

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Drei Jahre arbeiteten Experten in der BMW-Forschung im Projekt „Future Sustainable Car Materials“. Die Ergebnisse sind serienfähig – allerdings nicht sofort.

Nachhaltige Materialien kommen in der Serienfertigung an. Zum Beispiel Holz, das Teile der Kunststoffstruktur ersetzt.(Bild:  Stefan G. König 2026)
Nachhaltige Materialien kommen in der Serienfertigung an. Zum Beispiel Holz, das Teile der Kunststoffstruktur ersetzt.
(Bild: Stefan G. König 2026)

Es geschieht nicht oft, dass Automobilhersteller den Vorhang zu ihren Forschungsabteilungen zur Seite schieben und Einblicke in das bieten, was vielleicht erst in fünf, zehn Jahren oder noch später im Endprodukt ankommt. BMW hat es nun getan. Anfang Mai stellten Experten aus der BMW-Forschung die Ergebnisse des Projekts „Future Sustainable Car Materials“, kurz FSCM, vor. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz fördert dieses Konsortialprojekt, bei dem sich 16 Partner aus Industrie und Wissenschaft zusammenschlossen. BMW investierte rund 32 Millionen Euro.

CO2-Reduktion: „Rohstoffe“ und „Supply Chain“ im Visier

Herbert Negele, Leiter Werkstoffentwicklung und Leichtbau bei BMW, zeigte den Fahrplan: „Die BMW Group strebt an, ihre CO2e‑Emissionen über den gesamten Lebenszyklus ihrer Fahrzeuge und entlang der Wertschöpfungskette bis 2030 von rund 150 Millionen Tonnen in 2019 auf etwa 109 Millionen Tonnen zu reduzieren. Das entspricht einer Reduktion von rund 40 Mio. Tonnen CO2e bis 2030.“ Deutliche Fortschritte habe man seither durch den Anteil der E-Fahrzeuge, mit minus 36 Prozent, und durch den Einsatz von grüner Energie in der Batterieproduktion, minus 60 Prozent, erzielt. Nun gelte es vor allem in den Bereichen „Rohstoffe“ und „Supply Chain“ die CO2-Emissions gezielt weiter zu reduzieren.