Alternative Antriebe BMW testet Wasserstoff-Lkw für die Transportlogistik

Von Lina Demmel 1 min Lesedauer

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BMW testet im Rahmen des H2Haul-Projekts zwei wasserstoffbetriebene Lkw im Realbetrieb. Ziel ist es, die Emissionen in der Logistik zu reduzieren.

BMW testet zwei Iveco S-eWay Fuel Cell Lkw im Realbetrieb.(Bild:  BMW)
BMW testet zwei Iveco S-eWay Fuel Cell Lkw im Realbetrieb.
(Bild: BMW)

BMW startet einen Pilotbetrieb mit zwei wasserstoffbetriebenen Brennstoffzellen-Lkw im Rahmen des europäischen H2Haul-Projekts zur Förderung der Wasserstoffmobilität im Güterverkehr. Die Fahrzeuge werden zwischen Leipzig, Landsberg und Nürnberg im Realbetrieb getestet, um die Praxistauglichkeit der Technik im Schwerlastverkehr  zu erproben. Um den Serienbetrieb zu ermöglichen, entstehen neue Tankstellen in Leipzig und Hormersdorf. Sie sollen ein schnelles Nachtanken großer Mengen Wasserstoff ermöglichen.

BMW realisiert das H2Haul-Projekt in Zusammenarbeit mit Iveco, DHL und TEAL Mobility. H2Haul verfolgt das Ziel, Wasserstoff-Lkw mit Brennstoffzellen-Antrieb praxisnah zu testen und will damit den Weg für die Kommerzialisierung von Brennstoffzellen-Lkws in Europa ebnen. Das Projekt umfasst 16 Wasserstoff-Lkw in Europa, darunter zwei Iveco S-eWay Fuel Cell in Deutschland in der BMW Logistik. Durch kurze Betankungszeiten und höhere Reichweiten könnten Wasserstoff-Lkw auf der Langstrecke eine wichtige Ergänzung für E-Lkw darstellen, schreibt BMW in einer Mitteilung.

Strategie für reduzierte Logistik-Emissionen

Das Projekt ist laut Angabe von BMW Teil seiner Strategie für reduzierte Logistik-Emissionen. Daneben beteiligt sich das Unternehmen auch an dem Projekt HyCET zur Erprobung von Lkw mit H2-Verbrennungsmotoren. Im Rahmen dessen werden in Zukunft zwei 40-Tonnen-Lkw sowie ein 18-Tonnen-Lkw in der Logistik eingesetzt. Durch den Vergleich von H2-Brennstoffzellen-Lkw und Lkw mit H2‑Verbrennungsmotoren will BMW den bestmöglichen Einsatzbereich der jeweiligen Technik in der Logistik finden.

Wasserstoff spielt bei BMW bereits in der Intralogistik eine wichtige Rolle. Das Werk Leipzig betreibt laut Unternehmensangaben eine große Flotte brennstoffzellenbetriebener Flurförderfahrzeuge. Zudem kommt dort in der Lackiererei eine Brennertechnik zum Einsatz, mit der neben Erdgas auch Wasserstoff genutzt werden kann.

Erstes wasserstoffbetriebene Serienmodell

Auch im Produktsektor setzt BMW auf Wasserstoff. Nach der weltweiten Erprobung des BMW iX5 Hydrogen ist für 2028 die Serienproduktion eines Modells mit Brennstoffzellen-Antrieb geplant. Das Unternehmen sieht Wasserstoff als Ergänzung zu etablierten Antriebstechniken wie Batterie-Elektrofahrzeugen, Plug-in-Hybrid-Elektrofahrzeuge und Verbrennungsmotoren.

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