Bosch Bosch erreicht neue Arbeitszeitreglung für Entwicklungszentren

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In den beiden Entwicklungszentren Schwieberdingen und Abstatt der Robert Bosch GmbH können künftig Beschäftigte der oberen Tarifgruppen wöchentlich bis zu fünf Stunden zusätzlich arbeiten.

In den beiden Entwicklungszentren Schwieberdingen und Abstatt der Robert Bosch GmbH, Stuttgart, können künftig Beschäftigte der oberen Tarifgruppen, besonders Ingenieure, wöchentlich bis zu fünf Stunden zusätzlich arbeiten. Eine entsprechende Ergänzung des geltenden Tarifvertrags wurde zwischen der IG Metall Baden-Württemberg und dem Arbeitgeberverband Südwestmetall vereinbart, wie Bosch am Montag mitteilte. Für die zusätzliche Arbeitszeit werde die eine Hälfte ausbezahlt, die andere über Langzeitkonten ausgeglichen.

Nach Darlegung von Bosch-Arbeitsdirektor Tilman Todenhöfer handelt es sich um einen Kompromiss, der "einen wichtigen Schritt auf dem Weg in eine differenziertere Tarifpolitik" darstelle. Nach dem derzeitigen Flächentarifvertrag der Metallindustrie in Nordwürttemberg/Nordbaden dürfen nicht mehr als 18 Prozent einer Standortbelegschaft 40 Stunden in der Woche arbeiten. Diese Quote passe nicht für einen Standort wie Schwieberdingen, an dem nahezu zwei Drittel der 5.800 Mitarbeiter Hochschulabsolventen seien, erklärte Todenhöfer.

Dies habe zu einem Wettbewerbsnachteil gegenüber anderen Unternehmen und Tarifgebieten geführt, erläuterte der Arbeitsdirektor. Denn auch in Zeiten eines angespannten Arbeitsmarktes für Ingenieure habe Bosch bei Neueinstellungen nur 35-Stunden-Verträge anbieten können - mit 12,5 Prozent weniger Entgelt als es bei 40 Stunden möglich wäre.