Engineering Bosch investiert Millionen in 3D-Druckzentrum

Von Lina Demmel 1 min Lesedauer

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Bosch hat sechs Millionen Euro in sein Metall-3D-Druckzentrum und einen neuen Drucker investiert. Der Zulieferer verspricht sich damit kürzere Entwicklungszyklen von Produkten. 

Der neue Metall-3D-Drucker von Bosch.(Bild:  Bosch)
Der neue Metall-3D-Drucker von Bosch.
(Bild: Bosch)

Bosch hat knapp sechs Millionen Euro in das Metall-3D-Druckzentrum in seinem Nürnberger Werk investiert. Dafür hat es den Metall-3D-Drucker NXG XII 600 der Firma Nikon SLM Solutions erworben. Mit diesem sollen die Entwicklungszyklen für Metallteile reduziert werden.

Die Anlage eröffne zahlreiche Anwendungsfälle, darunter Bauteile für Wasserstoff-Anwendungen, Gehäuse für Motoren von Elektroautos, E-Achsen-Komponenten oder Motorblöcke für den Rennsport, schreibt Bosch in einer Mitteilung. Auf Basis einer zuvor entwickelten, computergestützten Konstruktionsdatei schmelzen zwölf Laser Metallpulver Schicht für Schicht auf und erstellen so komplexe Formen. 

Fünfmal schneller als bisherige Anlagen

Der neue Drucker soll dabei bis zu fünfmal schneller sein als die bisher eingesetzten 3D-Druck-Anlagen. Aufwändige Strukturen wie innen liegende oder geschwungene Kanäle lassen sich anders als bei konventionellen Methoden problemlos umsetzen, so der Zulieferer. Der Drucker deckt die Herstellung der Rohteile ab, ohne Werkzeug und nach Bedarf. Auch Ressourcen werden laut Unternehmensangabe geschont, denn die Verschwendung von Rohmaterial wird beim 3D-Druck fast auf null reduziert.

Bosch illustriert die Möglichkeiten des 3D-Druckverfahrens am Beispiel eines Motorblocks. Vom ersten Entwurf bis zur Serienproduktion können hier in der konventionellen Produktion bis zu drei Jahre vergehen. Im 3D-Druck seien keine aufwendigen Gussformen nötig. Die Konstruktionsdaten werden direkt an den Drucker übermittelt. Bereits nach wenigen Tagen soll der 3D-Drucker einen fertigen Motorblock liefern.

Unter Volllast kann die Anlage laut Bosch innerhalb eines Jahres Metallteile mit einem Gesamtgewicht von etwa 10.000 Kilogramm fertigen und erzielt dabei Geschwindigkeiten von bis zu 1.000 Kubikzentimeter pro Stunde. Insbesondere soll die Zeit bis zur Markteinführung durch die schnellere Komponentenfertigung verkürzt werden. Dies soll neue Chancen und Möglichkeiten eröffnen, sowohl in der Automobilbranche als auch in anderen Industrien wie dem Energie- oder Luftfahrtsektor.

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