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Boysen Gruppe erstmals im Kreis der Umsatz-Milliardäre

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Identische Produktion auf vier Kontinenten

Unabhängig der international stark unterschiedlichen Standards und Lohnkosten sind der Aufbau der neuen Boysen Werke und die hochgradig automatisierten Prozesse der Just-in-Sequence-Produktion auf allen vier Kontinenten komplett identisch. Geisel: „Abgasanlagen sind technologisch extrem anspruchsvoll, und gerade die modellübergreifenden Plattformen der Automobilhersteller verzeihen hier keine Fehler. Würden wir unsere Produktion in verschiedenen Ländern variieren, könnten wir unser Qualitätsniveau nicht halten und wären ganz schnell raus.“ Diese Einstellung sorge in manchen Ländern für Verwunderung und Anerkennung zugleich: „Ein vollautomatisiertes Hochregallager ist zum Beispiel in China oder in Südafrika so gut wie einmalig.“

Dem skizzierten Anforderungsprofil folgt auch der fünfte neue Fertigungsstandort, der aktuell in Kösching bei Ingolstadt entsteht und ab 2015 die Abgastechnik für den neuen Audi A4 herstellen wird. Bereits im Mai bezugsfertig ist das Boysen Innovationszentrum Nagold (BIN) und damit der zweite große Entwicklungsstandort neben dem Unternehmensstammsitz im nur 15 Kilometer entfernten Altensteig. Ebenso wie in Altensteig setzt Boysen laut Geisel auch in Nagold auf modernste Erprobungseinrichtungen, zu denen bis 2015 unter anderem ein Rollen- sowie ein Motorenprüfstand speziell für Nutzfahrzeuge zählen werden. Komplettiert wird das Standortwachstum der Boysen Gruppe durch die Mehrheitsbeteiligung an der MHG Fahrzeugtechnik GmbH im schwäbischen Heubach, die Kleinserien und Prototypenteile im Abgasbereich fertigt und unter anderem gefragter Partner verschiedener Formel 1-Rennställe ist.

„2013 war sowohl einmalig wie schwierig“

Mit Blick auf die verschiedenen Großbaustellen spricht Rolf Geisel von einem „ebenso einmaligen wie schwierigen Jahr 2013, das vielen Mitarbeitern im Unternehmen größte Anstrengungen abverlangt hat“. Dabei dürfe man nicht vergessen, dass Boysen im vergangenen Jahr auch den Ausbau der bereits bestehenden Standorte stark vorangetrieben habe. Als Beispiele nennt der Geschäftsführer die neuerliche Erweiterung des Altensteiger Fertigungswerkes Turmfeld, die Einrichtung einer Produktionslinie für die Abgastechnik des Porsche Macan im Werk Plauen sowie die neue Just-in-Sequence-Produktion kompletter Abgasanlagen für den BMW X5 im US-Werk Gaffney.

Nachdem mit den hohen Investitionen im Vorjahr „eine starke Basis“ geschaffen wurde, soll sich vor allem der Anlauf der neuen Werke in diesem Jahr auch auf die Bilanz auswirken: Für 2014 rechnet Rolf Geisel mit einem Umsatzzuwachs auf 1,2 Milliarden Euro – „bei leicht steigenden Erträgen und geschätzten Investitionen von 80 Millionen Euro“. Verbunden damit ist der geplante Anstieg der Mitarbeiterzahl auf 2.500 innerhalb der Boysen Gruppe.

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