Sicherheit CATL entwirft modulare Chassis-Plattform für E-Fahrzeuge

Von Susanne Braun 2 min Lesedauer

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Mit dem „Bedrock Chassis“ hat CATL ein Fahrgestell speziell für E-Autos entwickelt. Es soll die Batterie absichern, sodass es bei hohen Aufprallgeschwindigkeiten weder zu Bränden noch zu Explosionen kommt.

Die Entwickler von CATL haben das Bedrock-Chassis samt Karosserie mit 120 km/h gegen eine Wand und eine Säule fahren lassen.(Bild:  CATL)
Die Entwickler von CATL haben das Bedrock-Chassis samt Karosserie mit 120 km/h gegen eine Wand und eine Säule fahren lassen.
(Bild: CATL)

Contemporary Amperex Technology Co. Limited (CATL) hat noch vor dem Jahreswechsel die eigene modulare Chassis-Plattform Bedrock vorgestellt. Dabei handelt es sich um ein Skateboard-Fahrgestell, das nach Herstellerangaben auf die Herausforderungen der Elektromobilität ausgerichtet ist und diese sicherer machen soll.

Die hohe Widerstandsfähigkeit des Chassis haben die Entwickler von CATL mit einigen Crashtests unter Beweis gestellt. Bei Aufpralltests mit einer Geschwindigkeit von 120 km/h frontal gegen eine Wand und gegen eine Säule kam es weder zu Explosionen noch zu Bränden in der Batterie – auch nach zwölf Stunden Stillstand des Fahrzeugs nicht. Das ist unter anderem durch die „dreidimensionale biomimetische Schildkrötenpanzerstruktur möglich, bei der die Karosserie und der Rahmen der Energieeinheit integriert und eng miteinander verbunden sind, um der Energieeinheit einen widerstandsfähigen Schutz zu bieten“, wie CATLs Ingenieure unterstreichen. Ein Aufprall mit 120 km/h, das entspricht etwa einem Sturz von einem Gebäude mit 56 Metern Höhe.

Plattform für EVs

Für das Fahrgestell wurden unter anderem warmgeformter Stahl mit einer Festigkeit von 2.000 MPa und Aluminiumlegierungen mit einer Festigkeit von 600 MPa verwendet. Wie das Video vom Crashtest zeigt, sind bei den Versuchen keine Dummys zum Einsatz gekommen. Die Entwickler von CATL betonen, dass das Chassis in der Lage wäre, rund 85 Prozent der Kollisionsenergie abzufangen – das dient natürlich dem Schutz der Insassen, doch vorwiegend dem der Batterie des Elektrofahrzeugs.

Dass der Fokus der Bedrock-Plattform auf dem Schutz der Batterie liegt, lässt auch Folgendes erkennen: „Eine sofortige Abschaltung des Hochspannungskreises wird innerhalb von 0,01 Sekunden nach dem Aufprall erreicht, die Entladung der restlichen Hochspannungsenergie im Fahrzeug innerhalb von 0,2 Sekunden.“

Das Bedrock Chassis ist modular aufgebaut und von der Karosserie losgelöst. Es kann laut Mitteilung von den E-Fahrzeug-Herstellern dafür genutzt werden, die Designphase für ein neues Modell zu verringern. Das Fahrgestell unterstützt die mechanische Entkopplung, Software-Entkopplung und E/E-Entkopplung und ermöglicht so intelligentes Fahren von Level 3 bis Level 4. Beim Launch-Event des Bedrock-Chassis hat der Autobauer Avatr sein Interesse an einer Vertiefung der Arbeit mit Bedrock mittels einer Absichtserklärung untermauert. (sb)

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