Spanien Chery produziert als erster chinesischer Hersteller in Europa

Von Andreas Wehner 1 min Lesedauer

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In einem ehemaligen Nissan-Werk in Barcelona will Chery künftig bis zu 150.000 Fahrzeuge im Jahr bauen. Damit kommt der Hersteller einem chinesischen Konkurrenten zuvor.

Der Omoda 5 EV wird Cherys erstes in Europa produzierte Modell.(Bild:  Omoda)
Der Omoda 5 EV wird Cherys erstes in Europa produzierte Modell.
(Bild: Omoda)

Der chinesische Autohersteller Chery künftig Fahrzeuge in einem Werk im spanischen Barcelona produzieren. In einem Joint-Venture mit dem spanischen Unternehmen EV Motors, das eine frühere Nissan-Fabrik übernommen hatte, sollen noch in diesem Jahr die ersten Fahrzeuge entstehen. Eine entsprechende Vereinbarung haben die beiden Unternehmen am Freitag bekannt gegeben.

In dem Werk, das Nissan 2021 geschlossen hatte, soll ab Ende des kommenden Sommers zunächst die Elektro-Version des SUVs Omoda 5 vom Band laufen. Im kommenden Jahr sollen zwei weitere Modelle folgen. Die Fabrik soll sowohl Elektroautos als auch Verbrennermodelle herstellen. 2029 soll die jährliche Produktionskapazität 150.000 Fahrzeuge betragen. Neben Chery-Fahrzeugen sollen in dem Werk künftig auch Fahrzeuge der zu EV Motors gehörenden spanischen Marke Ebro gebaut werden.

BYD baut Fabrik in Ungarn

Mit der Produktion in Spanien kommt Chery BYD zuvor und stellt als erster chinesischer Hersteller Fahrzeuge in Europa her. Der chinesische Konkurrent baut derzeit ein Werk im ungarischen Szeged. Die Produktion dort wird vermutlich 2027 starten. Die Fabrik soll eine Jahreskapazität von 200.000 Fahrzeugen haben. Zudem will BYD dort auch Batterien herstellen.

Mit eigenen europäischen Produktionsstätten könnten Chinas Autobauer möglichen Schutzzöllen entgehen, die die EU eventuell erheben könnte. Derzeit soll eine Untersuchung der EU-Kommission klären, ob E-Autos in China von illegalen Subventionen profitieren.

Chery hatte Anfang dieses Jahres in Spanien mit dem Verkauf seiner Marken Omoda und Jaecoo begonnen. In Deutschland will der Hersteller im dritten Quartal mit dem Vertrieb der beiden SUV-Fabrikate starten.

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