Strafzölle China weist Vorwürfe von „Überkapazitäten“ zurück

Von Henrik Bork 3 min Lesedauer

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Chinas Ministerpräsident weist die Vorwürfe aus den USA und der EU wegen Überkapazitäten zurück. Sollten die Autozölle der EU verhängt werden, werde man nicht vor einem Handelskrieg zurückschrecken.

China weißt die Vorwürfe von Überkapazitäten zurück und plant Gegenmaßnahmen für die angekündigten EU-Strafzölle.(Bild:  BYD)
China weißt die Vorwürfe von Überkapazitäten zurück und plant Gegenmaßnahmen für die angekündigten EU-Strafzölle.
(Bild: BYD)

Der chinesische Ministerpräsident Li Qiang hat Vorwürfe aus den USA und seitens der EU-Kommission zurückgewiesen, China habe Überkapazitäten bei E-Autos und anderen Gütern geschaffen und überflute damit andere Länder. Er sprach zur Eröffnung des jährlichen Sommertreffens des „World Economic Forum“ (WEF) im nordchinesischen Dalian am 25. Juni. Das war also kurz nachdem China und die EU erste Gespräche über die Importzölle auf chinesische E-Autos vereinbart hatten. Diese will Brüssel ab dem 4. Juli provisorisch einführen und über deren permanente Verhängung im November dieses Jahres entscheiden.

Nach einer mehrmonatigen „Anti-Subventions-Untersuchung“ war die EU-Kommission zu dem vorläufigen Ergebnis gekommen, dass die chinesische Regierung mehrere heimische Hersteller von E-Autos in marktverzerrender Weise subventioniert habe. Brüssel hatte daraufhin Einfuhrzölle für einzelne chinesische Hersteller angekündigt, bis zu einem Gesamtsatz von 48,1 Prozent.