Elektronik Chinas Autohersteller wollen heimische Prozessoren

Von Henrik Bork 4 min Lesedauer

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Unterstützt von der Regierung wollen mehrere chinesische Autohersteller komplett auf lokale Prozessoren umstellen. Das soll die Industrie von Importen unabhängig machen und Kosten senken.

China will seine Chips künftig selbst herstellen.(Bild:  gemeinfrei /  Pixabay)
China will seine Chips künftig selbst herstellen.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay)

China verstärkt seine Anstrengungen, mehr selbst produzierte Autochips zu nutzen. Die Chip-Boykotte aus den USA und Strafzölle auf chinesische Autos in den USA und der EU führen zu einer Intensivierung der „Lokalisierungs-Politik“ der Pekinger Regierung. Chinesische Autohersteller sind aus Kosten- und Designgründen stark an heimischen Chips interessiert.

Eine steigende Zahl chinesischer Autohersteller (u. a. SAIC Motor, Changan, Great Wall Motor, BYD, Li Auto und Geely) wollen in künftigen Modellen zu hundert Prozent Autochips „Made in China“ einsetzen, berichtet das japanische Wirtschaftsmagazin Nikkei Asia. Mindestens zwei dieser Firmen planen zudem, 2026 mit der Serienfertigung eigener Chips zu beginnen. Flankiert und weiter angespornt werden diese Anstrengungen der OEM von der chinesischen Regierung, die mehr Unabhängigkeit von Importen aus den USA und Europa anstrebt.